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EnBW soll schneller in erneuerbare Energien einsteigen

Veröffentlicht am 06.06.2011 in Landespolitik

Claus Schmiedel, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion

Der Energiekonzern EnBW muss sich nach Ansicht von SPD-Fraktionschef Claus Schmiedel schnell und entschlossen auf die neue Situation nach dem endgültigen Atomausstieg einstellen. „Die EnBW muss beim Einstieg in die erneuerbaren Energien rasch mehrere Gänge hoch schalten.“ Es sei ein Alarmsignal, dass die Rating-Agentur Moody´s den Ausblick für die EnBW von "stabil" auf „negativ“ abgesenkt habe.

Schmiedel bezeichnete es vor diesem Hintergrund als „hanebüchen“, dass die Ex-Minister Rau (CDU) und Goll (FDP) an ihren Sitzen als Aufsichtsräte der EnBW klebten und eine geplante Strategie-Sitzung des Konzerns wegen den Abläufen bei dieser Personalie offenbar verschoben worden sei. Er forderte Rau und Goll auf, ihre Ämter mit sofortiger Wirkung niederzulegen und für die von der grün-roten Landesregierung nominierten Nachfolger, Vize-Regierungschef Schmid und Staatsministerin Krebs, Platz zu machen. Es könne nicht angehen, dass die strategische Neuausrichtung der EnBW im Benehmen mit der neuen Landesregierung nicht zeitnah in Gang komme, nur weil aus dem Amt geschiedene Minister als Aufsichtsräte nicht „Auf Wiedersehen“ sagen wollen.

„Es rächt sich nun, dass die EnBW mit Rückendeckung der schwarz-gelben Landesregierung viel zu lange einseitig auf längere Laufzeiten ihrer Atommeiler gesetzt und den Umbau auf erneuerbare Energien verschlafen hat“, sagte Schmiedel. Ein Umbau auf erneuerbare Energien solle dazu beitragen, den Unternehmenswert zu erhalten, damit auch die 20.000 Arbeitsplätze zu schützen und finanzielle Verluste für das Land zu reduzieren. „Nur wenn die EnBW sich jetzt konsequent auf Windkraft, Sonnenenergie und Biomasse einlässt, kann sie die aktuellen Marktchancen nutzen – falls nicht, sind die Folgen unabsehbar“, erklärte Schmiedel.

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