
Karlsruhe. Das 15-jährige Jubiläum der AWO-Kita Mikado war nur einer der Gründe für den Besuch von Daniel Born, Sprecher der SPD-Landtagsfraktion für frühkindliche Bildung, in der die Einrichtung. Die Kita in der Karlsruher Innenstadt überzeugt durch ihr besonderes pädagogisches Profil als bilinguale Einrichtung und Betriebskita, durch ein konsequent gelebtes Nachhaltigkeitskonzept und einen starken Ausbildungsfokus. Bei einer Führung durch das moderne Gebäude mit großen Panoramafenstern, hellen, vielseitig nutzbaren Räumen und einem naturnah gestalteten Außengelände mitten in der Stadt zeigte sich SPD-Bildungsexperte Born beeindruckt: „Diese Kita ist ein echter Chancenort zum Wohlfühlen.“
Kita-Leiterin Kerstin Saatzer, die seit drei Jahren die Einrichtung führt und zuvor bereits als pädagogische Fachkraft in der Kita tätig war, stellte die Besonderheiten vor: „Wir sind stolz auf unser bilinguales Team – in jeder Gruppe arbeitet mindestens eine Fachkraft mit Französisch als Muttersprache. Das schafft eine besondere Sprach- und Lernumgebung für alle Kinder.“
Der pädagogische Ansatz der Kita, die Betriebskita-Plätze für Mitarbeitende der EnBW und der Verkehrsbetriebe Karlsruhe bietet, stellt die individuellen Bildungsprozesse der Kinder in den Mittelpunkt. Fachkräfte beobachten und begleiten Lernmomente im Alltag aufmerksam, halten sie in Lerngeschichten fest und beziehen Eltern sowie Kinder aktiv in den Austausch darüber ein. Ziel ist es, Neugier, Ausdrucksfähigkeit, Sozialkompetenz und Selbstvertrauen zu stärken. „Fördern und fordern, über den Tellerrand hinausschauen, mit ganzem Herzen dabei sein – das ist mein Credo“, so Saatzer. Wöchentliche Fallbesprechungen im Team und die regelmäßige Reflexion der Arbeit seien dabei essenziell. Lobende Worte findet sie auch für den Träger: „Die AWO hört zu – und unterstützt uns aktiv bei der Umsetzung unserer pädagogischen Ideen.“
Born, seit 2016 Mitglied im Bildungsausschuss des Landtags, ging auf die stabile Personalsituation ein, die verlässliche Öffnungszeiten und gleichzeitig hohe Qualität ermöglicht: „Die AWO ist hier ein starker Partner im Bildungssystem. Das, was hier gelingt, ist gelebte Bildungs- und Familienpolitik.“
Einen besonderen Stellenwert nimmt auch die Ausbildung ein: Neben erfahrenem Personal bringen sich angehende Fachkräfte in der praxisintegrierten Ausbildung, Bundes- und Europäische Freiwillige sowie Praktikantinnen aktiv in den Kita-Alltag ein. Viele finden über diesen Weg ihren Einstieg in den Beruf.
Auch die Digitalisierung wird als Zukunftsthema aktiv angegangen: Jede Gruppe ist mit Laptop und Tablet ausgestattet, eine Kita-App erleichtert den Austausch mit den Familien.
Im Gespräch mit Born formulierte Saatzer trotz der hohen Zufriedenheit einen konkreten Wunsch: eine heilpädagogische Fachkraft im Team, um Kinder mit besonderen Bedürfnissen noch gezielter unterstützen zu können, wäre aus ihrer Sicht eine bereichernde Ergänzung. Born betonte: „Individuelle Förderung ist kein Zusatz, sie ist der Kern guter frühkindlicher Bildung. Jedes Kind verdient es, in seiner Einzigartigkeit gesehen und begleitet zu werden.“
„Wenn wir Spaltung überwinden und Demokratie stärken wollen, beginnt das im Kleinen mit Bildung, die von Anfang an verbindet. Und genau das geschieht hier, Tag für Tag. Das schöne Miteinander in dieser Kita ist ein starkes Fundament – für jedes einzelne Kind und für unsere Gesellschaft“, bekräftigte der stellvertretende Landtagspräsident zum Abschied.