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Born bei Mannheimer Akademie für soziale Berufe: „Direkteinstieg Kita hat das Potenzial zum Gamechanger“

Veröffentlicht am 31.03.2025 in Landespolitik

Mannheim. Einen praxisnahen Einblick in die Ausbildung der Fachkräfte von morgen erhielt der baden-württembergische Landtagsvizepräsident und bildungspolitische Sprecher der SPD, Daniel Born, bei seinem Besuch an der Mannheimer Akademie für soziale Berufe. Im Zentrum standen dabei vor allem persönliche Gespräche mit Auszubildenden und die Herausforderungen und Chancen des sogenannten Direkteinstiegs Kita. Die Mannheimer Akademie, getragen vom DRK-Kreisverband Mannheim e.V., bildet mit rund 900 Schülern und Schülerinnen in verschiedenen pflegerischen und sozialpädagogischen Berufsfeldern eine zentrale Säule der Bildungslandschaft in der Metropolregion Rhein-Neckar. Das breite Angebot reicht vom humanwissenschaftlichen Gymnasium über die klassische Erzieherausbildung bis hin zu Weiterbildungen in Pflege und Leitung. „Die Mannheimer Akademie leistet einen entscheidenden Beitrag zur Fachkräftesicherung in unserer Region“, betonte Born beim Austausch mit Fachbereichsleiter Thorsten Schuler, Claudia Fackler, die die pädagogischen Leitung inne hat, und der betriebswirtschaftlichen Leiterin Miriam Schmitt.

Im Mittelpunkt stand das noch junge Ausbildungsmodell „Direkteinstieg Kita“. Der Bildungsgang wurde in Baden-Württemberg erstmals im Februar 2023 als Pilotprojekt an der Helen-Keller-Schule in Weinheim eingeführt und aufgrund des erfolgreichen Auftakts rasch auf Schulstandorte in ganz Baden-Württemberg ausgeweitet. Der Direkteinstieg Kita richtet sich gezielt an Menschen, die bereits über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügen und sich neu orientieren wollen. Ihnen ermöglicht der Ausbildungsgang, in weniger als zwei Jahren den Berufsabschluss zur sozialpädagogischen Assistenz zu erwerben – mit vollem Gehalt schon während der Ausbildung. Dabei wechseln sich Unterricht an der Berufsfachschule und praktische Phasen in Kindertageseinrichtungen ab.

Als langjähriger Bildungspolitiker mit Schwerpunkt frühkindliche Bildung sieht Born im Modell des „Direkteinstiegs Kita“ ein wichtiges Instrument zur Fachkräftegewinnung. Es sei ein gezielter Weg, Menschen mit Berufs- und Lebenserfahrung systematisch für die Arbeit in Kindertageseinrichtungen zu qualifizieren – praxisnah, vergütet und anschlussfähig. „Das ist ein echter Gamechanger für alle, die schon mitten im Leben stehen und trotzdem nochmal neu durchstarten wollen. Ich bin wirklich beeindruckt davon, wie erfolgreich dieses Modell ist, das exemplarisch für eine moderne, durchlässige Bildungslandschaft steht“, so der Schwetzinger Abgeordnete.

Der Besuch führte den SPD-Bildungsexperten auch in die Klasse des Direkteinstiegs Kita im ersten Ausbildungsjahr, die von Klassenlehrerin Sonja Berger durch den schulischen Teil der Ausbildung begleitet wird. Viele der Auszubildenden haben selbst Kinder und bringen ganz unterschiedliche berufliche Hintergründe mit – von abgeschlossenen Ausbildungsberufen bis hin zum Masterabschluss. Fachbereichsleiter Schuler hob die besondere Zusammensetzung der Klasse hervor: „Die Gruppe ist sehr engagiert, sehr motiviert und wissbegierig – und zugleich äußerst heterogen, was sie besonders spannend und bereichernd macht.“ Born, der seit 2016 dem Bildungsausschuss angehört, zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt der Ausbildungsklasse: „Hier lernen Menschen unterschiedlichen Alters, mit verschiedenen kulturellen Hintergründen und Bildungsbiografien gemeinsam – und alle eint der Wunsch, Kindern eine gute Zukunft zu ermöglichen.“ Für ihn ist klar: „Gerade weil die Wege in soziale Berufe heute vielfältiger sind als früher, müssen wir dafür sorgen, dass niemand an strukturellen Hürden scheitert. Herkunft, Alter oder ein nicht geradliniger Lebenslauf dürfen kein Hindernis sein – Bildungsgerechtigkeit heißt, echte Chancen für alle zu schaffen.“

In einer sehr differenzierten Präsentation schilderten die Auszubildenden dem Landtagsvizepräsidenten eindrucksvoll, warum sie sich für den Direkteinstieg entschieden haben. Ausschlaggebend sei für viele von ihnen die Wertschätzung ihrer bereits vorhandenen beruflichen Erfahrungen. Die finanzielle Absicherung durch ein tarifliches Gehalt während der Ausbildungszeit, die kompakte Ausbildungsdauer und die klaren Perspektiven auf einen sicheren, zukunftsorientierten Arbeitsplatz seien für sie starke Argumente gewesen. Nicht zuletzt schätzen sie die Chance, Kinder für ihr Leben stark zu machen. „Für die zukünftigen Fachkräfte geht es nicht nur um den Erwerb eines Abschlusses, sondern um Lebensentscheidungen, um berufliche Neuorientierung und um den Wunsch, gesellschaftlich etwas zu bewegen“, bestätigt Fackler. Für Born ist das auch ein Beitrag zur Stärkung der Demokratie: „Wer soziale Verantwortung übernimmt, indem er Kinder auf ihrem Weg ins Leben begleitet, der hält unsere Gesellschaft zusammen. Deshalb ist jeder Ausbildungsplatz in diesen Bereichen auch eine Investition in unsere demokratische Zukunft.“

„Wer den Fachkräftemangel in Kitas wirksam bekämpfen will, muss bei der Ausbildung ansetzen – mit verlässlicher Begleitung, klaren Qualitätsstandards und individueller Förderung“, erklärte Born zum Abschluss. Miriam Schmitt lud ein: „Für das kommende Kita-Jahr sind noch Schulplätze frei. Und Träger, die sich beteiligen möchten, sind herzlich willkommen, Teil dieses zukunftsweisenden Ausbildungsweges zu werden.“

Homepage Daniel Born

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