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Dr. Mentrup zum Rückzug der Amerikaner aus Mannheim und der Rhein-Neckar-Region

Veröffentlicht am 25.06.2010 in Presse im Wahlkreis

Mentrup dankt der US-Army, begrüßt deren Wegzug und sieht eine einzigartige regionale Chance

Auch wenn der überraschend angekündigte schnelle Rückzug der US-Army aus Mannheim und dem Rhein-Neckar-Raum die betroffenen Städte vor größere strukturelle Probleme stellen dürfte, so begrüßt der SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Frank Mentrup diesen Rückzug doch. Schließlich werden damit Flächen frei, die die Kommunen gut nutzen können. "Statt über die Plötzlichkeit des Wegzugs zu lamentieren, sollte man eher dankbar sein, dass die USA bis 70 Jahre nach Kriegsende (1945-2015) und bis 25 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges (1990-2015) in dieser nachhaltigen Weise in die Region durch Arbeitsplätze, Kaufkraft und die durch die Armee-Angehörigen höhere Steuerzuweisung investiert haben", erklärte Mentrup. Damit vollziehe die US-Regierung eine logische Konsequenz aus 70 Jahren erfolgreicher internationaler und europäischer Friedenssicherung und einer Aufbau- und Unterstützungsleistung, die hoch anzurechnen sei. Diese Konsequenz des Wegzugs hätte aber - zum noch größeren Leidwesen der Städte - schon viel früher vollzogen werden können. "Sie kamen als Befreier, blieben als Beschützer und gehen nach 70 Jahren als gute Freunde - damit vollzieht sich ein historisch logischer Prozess noch so rechtzeitig, bevor die Situation der Anwesenheit amerikanischer Streitkräfte in Deutschland zu einem Anachronismus hätte werden können."

Für die Zukunft der frei werdenden Flächen sieht Mentrup überwiegend Chancen. "Die von der Fläche her so eingeengte Stadt Mannheim könnte in den Bereichen Wohnen, Arbeiten und Freiflächen die Strukturanforderungen der nächsten 50 Jahre annehmen und in allen Bereichen langfristig planen und gestalten, statt wie bisher oft nur mit einzelnen Grundstücken agieren zu können", so Mentrup, der dies von der Stadtentwicklung her als einen "einmaligen historischen Glücksfall für die Stadt" bezeichnet und vor "planerischen und politischen Schnellschüssen" warnt. Allerdings bedürfe es großer finanzieller Unterstützung von Land und Bund, um verschiedene Flächen gegebenenfalls auch ankaufen und von städtischer Seite aus entwickeln zu können.

Doch vielleicht, so Mentrups weitergehende Vision, könnten diese erheblichen zusätzlichen Freiflächen in Mannheim, Heidelberg und Schwetzingen auch genutzt werden, um in der gesamten Region die Aufteilung in Frei- und Naturflächen, Wohn- und Gewerbeflächen neu zu sortieren: "Vielleicht könnte dies auch insofern eine einmalige historische Gelegenheit sein, die Bereiche Wohnen, Arbeiten, Natur und Freizeit in der Region neu zu gliedern und der fortschreitenden Zersiedlung des Rhein-Neckar-Raums eine neue gemeinsame Konzeption gegenüber zu stellen, bei der alle etwas eigenen Einfluss abgeben könnten - zur gemeinsamen Zukunftssicherung!“

Homepage Dr. Frank Mentrup MdL

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