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Diskussion über Reduzierung des Unterrichtsstoffs im achtjährigen Gymnasium (G8)

Veröffentlicht am 04.03.2008 in Pressemitteilungen

Pressemitteilung vom 04. März 2008
SPD-Landtagsabgeordneter zu Besuch bei Schulleiter OStD Dr. Christoph Kunz im Rastatter Ludwig-Wilhelm-Gymnasium

Die allgemeine Diskussion um die Lehrpläne im achtjährigen Gymnasium (G8) nahm der SPD-Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Rastatt/Murgtal, Gunter Kaufmann, zum Anlass, dem Leiter des Rastatter Ludwig-Wilhelm-Gymnasiums (LWG), OStD Dr. Christoph Kunz, einen Besuch abzustatten. Im Rahmen dieses Gespräches ging es nicht nur um aktuelle Fragen zu G8, sondern auch um die damit in Zusammenhang stehende Frage der Einrichtung dieser Gymnasien als Ganztagesschule.

Grundsätzlich, so OStD Dr. Christoph Kunz, bestünden seit Beginn der Einführung von G 8 am LWG keine besonderen Schwierigkeiten, weder bei der Schulleitung noch bei den Eltern und Schülern. Die Einrichtung einer Ganztagesschule sieht er im Moment nicht für erforderlich an, auch nicht die Forderung nach einer Mensa, da die Schüler des LWG im nahegelegenen Kreiskrankenhaus kostengünstig zu Mittag essen können.

Der Forderung des Philologenverbandes, im Südwesten das neunjährige Gymnasium wieder einzuführen, um die Schüler zu entlasten, stehe er eher kritisch gegenüber. Der Unterricht der Schüler in den Klassen fünf und sechs beläuft sich am LWG auf wöchentlich 30 bis 32 Stunden, die bis zur Klasse 9/10 auf maximal 35 anwachsen. Um der Belastung der Schüler vorzubeugen und die Nachhaltigkeit des Unterrichts zu erhöhen, hat das LWG das so genannte Schulcurriculum – das ein Drittel der Unterrichtsauszeit ausmacht – mit vertiefenden und wiederholenden Inhalten und Phasen gefüllt. Über die so genannten Poolstunden können zusätzlich attraktive Angebote eingerichtet werden, z.B. aus dem theaterpädagogischen Bereich oder Probearbeit für die Big Band.

Gunter Kaufmann, selbst Abiturient des LWG, wies in dem Gespräch darauf hin, dass seine Partei sich für höhere Ressourcen im Bereich der Bildung und Betreuung eingesetzt hat. Zusätzliche Forderungen, die in den letzten Jahren verstärkt an die Schulen gestellt wurden, können jedoch nur über zusätzliches Personal erfüllt werden, so der Schulleiter, worunter auch Schulsozialarbeiter und Schulpsychologen fallen. OStD Dr. Christoph Kunz befürchtet jedoch, in den kommenden Jahren nicht genügend Lehrpersonal zu bekommen.

Zum Abschluss des Gesprächs verwies OStD Dr. Christoph Kunz auf das so genannte „Rastatter Modell“, einen Kernpunkt des pädagogischen Konzeptes am LWG welches bereits 1996 initiiert und seither ständig weiterentwickelt wurde. Hierbei werden alle Klassen der Unterstufe jeweils von zwei Lehrkräften als Teamklassenlehrer drei Jahre begleitet und betreut. „Wie nehmen dabei die Kinder, ihre Freuden und Ängste von Anfang an ernst und versuchen ihnen und auch ihren Gefühlen Raum zu geben“. Die Integration der Schülerinnen und Schüler in die neue Schule gelingt rasch, so der Schulleiter, was Gunter Kaufmann zu der Bemerkung veranlasste, dass sich hieraus vielleicht auch das hervorragende Ergebnis des LWG bei der internationalen PISA-Studie ableiten lässt.

Homepage Gunter Kaufmann

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