
Reden gehört zu meinem Job. Heute zum Beispiel werde ich zunächst in der Hockenheimer Schule am Kraichbach zur Amtseinführung der neuen Rektorin ein Grußwort und am Nachmittag in Baden-Baden bei der Max-Spohr-Preisverleihung die Festrede halten. In einem Land, wo es das Sprichwort gibt, Reden sei Silber und Schweigen dagegen Gold, ist es eine Herausforderung einen Beruf zu haben, zu dem das „Wort“ gehört. Für mich habe ich das so geklärt: Wer das Wort erhält, der muss auch Wort halten. Und das bedeutet: Was in meinen Reden vorkommt, das ist auch Teil meiner täglichen Arbeit.
Politik heißt für mich, etwas zu wollen. Und sozialdemokratische Politik heißt, sich für Fortschritt einzusetzen, für eine starke Demokratie und eine inklusive Gesellschaft, in der Teilhabe für alle gelingt. Das ist das Thema meiner Reden – das ist mein Handeln. Das „Wort erhalten“ und „Wort halten“ gehen bei mir Hand in Hand.
Noch mehr Wörter als eine Rede hat ein ganzes Buch. Und ich freue mich, am 25. September mit dem ehemaligen Mannheimer Oberbürgermeister und Städtetagspräsidenten Peter Kurz über sein Buch „Gute Politik“ sprechen zu können.
In „Gute Politik“ bringt Peter Kurz auf den Punkt, wie wir Politik alle gemeinsam besser machen können: Sowohl die, die Politik ehren- oder hauptamtlich machen, als auch die, die sich an die Politik wenden. Wie schlagen sich große weltpolitische Themen wie Klimawandel, Bildungsgerechtigkeit oder Migration auf die kommunale Ebene nieder? Und welche Chancen bestehen darin, dass wir bereits vor Ort die richtigen Entscheidungen treffen können?
Im Anschluss an die Lesung wird es die Gelegenheit geben in einer offenen Diskussionsrunde mit Peter Kurz und mir in den Austausch zu treten – also in den „Wortwechsel“.
Wer Lust auf diesen Wortwechsel hat, der ist herzlich eingeladen, am kommenden Mittwoch um 19 Uhr in die Zehntscheune nach Hockenheim zu kommen.
Foto der Woche
Die Kindertagespflege ist mir wichtig – denn ohne das großartige Engagement der Tagesmamas und Tagespapas würde ein ganz starkes frühkindliches Bildungs- und Betreuungsangebot fehlen. Mit Christine Jerabek, der 1. Vorsitzenden des Landesverbands, habe ich diese Woche „50 Jahre Tageseltern im Landkreis Reutlingen“ gefeiert. Impulsgeber für die damalige Gründung war übrigens – auch Wörter – ein Artikel in der „Brigitte“.
