Die Freitagspost: Was die Politik mit einer Drehtür zu tun hat

Veröffentlicht am 26.03.2021 in Woche für Woche
Johanna Rapp und Daniel Born

In der heutigen Freitagspost verabschiedet sich Johanna Rapp vom Team Daniel Born, um ein Praktikum bei einem Stadtplaner aufzunehmen.

Je besser ich die SPD und besonders Daniel im letzten halben Jahr kennenlernen konnte, umso mehr Freude habe ich daran gefunden, seine Ansichten und Anliegen für die Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Am meisten freue ich mich darüber, dass Daniel dank ihrer Unterstützung für weitere 5 Jahre in den Landtag von Baden-Württemberg gewählt wurde, was definitiv das Highlight meines Praktikums im Landtagsbüro am Ende eines außergewöhnlichen Wahlkampfes war. Vielleicht erinnern Sie sich noch daran, wie ich mich im November als Praktikantin vorgestellt und über meine anfängliche Verlegenheit berichtet habe, ob Architektur und Politik so gut zusammenpassen. Heute möchte ich mich mit dem Gedanken verabschieden, dass Politik wie eine verzwickte Drehtür ist.

Seit der Landtagswahl trifft man im Haus der Abgeordneten auch auf neu gewählte Gesichter, die ein wenig ehrfürchtig und orientierungslos durch die Gänge irren. Mich erinnert dieses Schauspiel an die ersten Tage meines Praktikums, in denen auch bei mir eine Mischung aus Neugier, Respekt und die Unklarheit, was mich genau erwarten wird, dominierte. Zu beobachten ist auch, dass die elektronische Drehtür am Eingang – wie ich aus eigener Erfahrung weiß – für Neulinge eine Herausforderung darstellt, denn zunächst ist der Widerstand der Tür unerwartet hoch, bevor sie sich plötzlich von allein dreht und währenddessen steht man unter der Beobachtung des Pfortenpersonals.

Ich finde genau wie diese Drehtür funktioniert Politik oder vielleicht sogar das Leben: Man hat eine Idee, für die man brennt, läuft los und stößt schon bald auf manchmal unerwartet kräftigen Widerstand. Aber wenn man den Mut nicht verliert, Durchhaltevermögen zeigt und weiter an die Sache glaubt, dann geraten die Dinge ins Rollen und es bestätigt sich: Alles ist nur so lange unmöglich, bis es vollbracht ist. Die beobachtende Rolle des Pfortenpersonals wird von den Bürgerinnen und Bürgern eingenommen, die das politische Geschehen kritisch im Auge behalten müssen.

Ich habe festgestellt, dass jeder Tag in der Politik anders ist und wieder neue Herausforderungen mit sich bringt. Deshalb ist es auch wichtig, zusammen zu arbeiten und sich gegenseitig zu unterstützen. Genauso wie ich damals im Landtagsbüro herzlich aufgenommen wurde, stellt sich das Büro Born in diesen Wochen wieder als geschätzter und kompetenter Ansprechpartner für Debütanten heraus.

Ich werde im April auch wieder zur Anfängerin, bei einem Praktikum im Stadtplanungsamt. Mein Weg geht also weiter Richtung Stadtplanung, denn das halbe Jahr Landespolitik hat mich darin bestärkt, dass ich mich mit Gesellschaft befassen möchte. Allerdings sehe ich mich eher in der zweiten Reihe – da schreibt man zwar nicht Geschichte, aber trotzdem Zukunft. Und angesichts von beschmierten Wahlkampfplakaten oder unschönen Botschaften im Briefkasten, von denen Daniel im Büro erzählt hat, finde ich die zweite Reihe für mich passender. Aber wer weiß schon was genau kommt?

Ich möchte mich für die spannende Zeit und die interessanten Gespräche in Stuttgart bei Daniel, Konrad, Marissa und allen, die darüber hinaus Teil davon waren, von ganzem Herzen bedanken!

Foto der Woche: Ein halbes Jahr später habe ich den Kniff raus wie man durch die Drehtür gelangt und gebe mit einem kleinen Schmunzeln mein Wissen an die neuen Gesichter der SPD-Landtagsfraktion weiter.

 

Homepage Daniel Born MdL

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