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Die Freitagspost: Schule unter Pandemiebedingungen

Veröffentlicht am 11.09.2020 in Woche für Woche

In der heutigen Freitagspost schreibt Daniel über die Konzepte bzw. die Konzeptlosigkeiten der Kultusministerin zur Schule unter Pandemiebedingungen und lädt noch einmal herzlich ein zur Wahlkreisbüroparty am Sonntag.

„Unter Pandemiebedingungen“ – diese Formulierung ist uns innerhalb von Wochen bekannt geworden. Vertraut nicht wirklich. Und das ist auch gut so: wir alle freuen uns auf die Zeit nach der Pandemie. Aber in dieser Woche die Jahreshauptversammlung der SPD Brühl-Rohrhof, heute die Mitgliederversammlung des Landesverbands der Musikschulen, morgen das inklusive Mini-Golfturnier der SPD Eppelheim und am Sonntag die diesjährige Wahlkreisbüroparty. Alles findet unter Pandemiebedingungen statt.

Nächste Woche startet die Schule in Baden-Württemberg. Eines vorweg: das ist eine gute Nachricht. Wir brauchen unsere Schulen. Auch unsere Schulen finden unter Pandemiebedingungen statt.

Kultusministerin Eisenmann hat für diese Situation für sich das Bild vom „Fahren auf Sicht“ erfunden. Ihre Politik hat damit nichts zu tun: Es ist eher ein „Augen zu und durch“. Denn so wie sie einerseits ein Regelungswirrwarr produziert, liefert sie gleichzeitig nicht die notwendige Unterstützung. Natürlich rächt sich jetzt in der Krise auch ihr politisches Versagen über die letzten Jahre: Sie hat eine Fachkräfteoffensive verpennt, die Studienplätze nicht geschaffen und die Digitalisierung an die Wand gefahren. Letzteres ist übrigens nicht nur ein Vorwurf von Elternverbänden, Gewerkschaften und SPD – sondern auch des Landesrechnungshofs.

Aber die Fehler der Vergangenheit aufzulisten bringt ja nichts. Ich habe auch in dieser Woche wieder mit Schüler*innen, Eltern, Lehrer*innen und Schulleitungen aus dem Wahlkreis telefoniert. Da reden wir ja nicht darüber, was Frau Eisenmann vor vier oder drei oder zwei Jahren alles falsch gemacht hat. Wir reden darüber was jetzt passieren müsste. Wir von der SPD sind mit unserem „Konzept für ein krisenfestes Klassenzimmer“ bereits vor Wochen da sehr konkret geworden.

Mir ist in den letzten Wochen bewusst geworden, dass es auch im Krisenmodus darum geht, mit welcher Haltung man sich politischen Aufgaben stellt. Normalität, neue Normalität, Krise – das schafft veränderte Probleme und verlangt unterschiedliche Lösungen, aber die Haltung bleibt die selbe.

Wir Sozialdemokrat*innen sorgen für Gerechtigkeit. Auch und gerade für Bildungs- und Chancengerechtigkeit. Schulen sind dafür entscheidend. Was wir im letzten Schuljahr erlebt haben, war ein schwerer Rückschlag für die Bildungsgerechtigkeit. Trotz des großen Engagements der Lehrer*innen hat das Fernlernen so nicht überall und auch nicht in jedem Haushalt funktioniert.

Wir haben darum ein Nachhilfeprogramm für das gesamte Schuljahr und für alle Schulen im Land konzipiert. Kultusministerin Eisenmann hat lieber nur ein Lernbrückenprogramm für zehn Tage aufgelegt – und von Anfang an unterfinanziert. Es ist doch völlig klar, dass in zehn Tagen nicht nachgeholt werden konnte, was über fünf Monate an Rückstand aufgelaufen ist. Eisenmanns zweiwöchiges Nachhilfeprogramm war zu einem großen Teil nichts mehr als ein Feigenblatt.

Wie großartig wäre es, wenn wir „unter Pandemiebedingungen“ auch ganz selbstverständlich verstehen würden, dass man solche Feigenblätter nicht mehr macht? Wenn „unter Pandemiebedingungen“ bedeuten würde, dass man ein Konzept der SPD nicht deshalb ablehnt, weil es von der SPD ist. Vor allem, wenn man selbst kein eigenes hat.

PS: Unser Wahlkreisbüro! Anlaufpunkt, Arbeitsplatz, Begegnungsort. Und einmal im Jahr ist es selbst der Star und wird gefeiert. Es ist klasse, dass unsere Wahlkreisbüroparty in jedem Jahr so ein toller Erfolg war. In diesem Jahr feiern wir am Sonntag, 13. September 2020 um 17:00 Uhr. 2020 muss ein wenig anders gefeiert werden, da wir mehr Abstand halten müssen. Aber gefeiert wird. Wichtig ist in diesem Jahr – und das ist anders als sonst – dass wir Voranmeldungen brauchen. Diese können per Tel. unter 06205-38324 oder per Email an buero@daniel-born.de erfolgen.

Foto der Woche: Die Freitagspost startete ich vor der Landtagswahl 2016. Damals gehörte es dazu, jede Woche den Countdown bis zum Wahltag runterzuzählen. Damit lege ich auch bald hier wieder los. Aber ein guter Wahlkampf ist ja nicht Tage zählen. Er ist Tage füllen mit Konzepten, Begegnungen und Aktionen. Am Samstag hat sich die Kampa 2021 zum ganztägigen Workshop getroffen. Kluge Köpfe, kluge Ideen und ganz viel Herzblut, Motivation und Erfahrung. Und ich bin mir sicher: das wird ein richtig guter Wahlkampf.

Homepage Daniel Born

Termine Gengenbach

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Der Rote Ortenauer

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