
Sich am Freitag nach dieser Bundestagswahl an Sie und Euch zu wenden fällt mir schwer. Die Niederlage vom 23. Februar ist bitter für unsere Partei: Das historisch schlechteste Ergebnis der SPD, der Verlust vieler Mandate für erfolgreiche und kluge Abgeordnete und eine Verdopplung der Stimmen für die in weiten Teilen rechtsextreme AfD. Wir haben eine Wahl verloren – nicht unsere Werte. Wir stehen für eine Demokratie, die Gerechtigkeit, Teilhabe und Sicherheit bietet, in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht – aber auch in der Innen- und in der Außenpolitik. Und das tun wir nicht abgehoben, sondern ganz nah an den Menschen und vor Ort.
Das ist auch Antrieb für meine Arbeit im Land, aber vor allem im Wahlkreis. Auch in den nächsten Wochen will ich wieder Flagge dafür zeigen, dass man sich auf uns verlassen kann. Wer zu den Sozialdemokraten geht, weiß, hier wird wertschätzend und respektvoll diskutiert, Solidarität gelebt und mit freiem Geist die Zukunft gestaltet.
Ganz in diesem Sinne haben wir beispielsweise die Reihe Kurpfalz Horizonte aufgelegt, die am 10. März schon in ihre siebte Ausgabe gehen wird. Aber auch die dann bereits dritte Kleidertauschparty von mir am 11. April oder der am 31. Juli anstehende zwölfte (!) Sommerabend im Museum.
Warum fallen mir spontan diese drei Formate ein, die ich mit meinem Team und den Ortsvereinen für unseren Wahlkreis geschaffen habe?
Weil wir bei den Kurpfalz Horizonten ganz offen über Themen der Zeit diskutieren und dabei jede*r mitdiskutieren kann. Es ist ein offener Talk bei dem sich Menschen austauschen, die in unserer Demokratie mit ihrem Einsatz, ihrer Arbeit oder ihrer Biografie den Unterschied machen.
Weil wir bei der Kleidertauschparty Nachhaltigkeit ganz konkret leben. In Kleidung steckt nämlich viel Arbeit – und diese sollte nicht auf dem Müll landen. Und Menschen kommen dabei ganz direkt und unmittelbar ins Gespräch.
Und die Sommerabende zeigen seit nun fast einem Jahrzehnt, was mir besonders am Herzen liegt: Dass jede Geschichte zählt und alle Geschichten erzählt werden sollten. Es sind Schätze vor Ort, die wir hierbei entdecken und dabei viel über die anderen aber auch über uns lernen.
Eine ganz besondere Form der Beteiligung war und ist noch die Unterschriftenaktion für den Erhalt der Notfallpraxis in Schwetzingen. Es ist weiter so, dass jeden Tag im Wahlkreisbüro Menschen vorbeikommen um noch zu unterschreiben. Am 17. März werden wir nun seitens der SPD-Landtagsfraktion einen Notfallgipfel zum Erhalt der Praxen veranstalten. Mein Team bietet eine gemeinsame Zugfahrt für alle an, die an dem Gipfel teilnehmen wollen.
Ja, die SPD muss sich neu aufstellen. Und sie muss ihre Stärken nutzen. Ich bekomme oft nach meinen Veranstaltungen die Rückmeldungen, dass diese so eine Stärke der SPD sind. Und das freut mich sehr. Denn darum geht es doch: Dass wir das, wofür wir stehen und kämpfen, auch ganz konkret greifbar und erlebbar machen.
Foto der Woche
Wenn einem die Herzen zufliegen, ist Wahlkampf eine Kür. In dieser Kampagne war es anders. Schlechte Umfragewerte und viele kritische Stimmen – aber unsere Kandidierenden und ihre Teams haben trotzdem einen Megajob gemacht. Gemeinsam mit unserer Bundestagskandidatin Neza Yildirim und ihrer Wahlkampfleitern Jutta Menssen habe ich in Kirrlach die ersten Wahlergebnisse verfolgt.
