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Die Freitagspost: Anja Wilhelmi-Rapp verabschiedet sich vom Team Born

Veröffentlicht am 08.08.2025 in Woche für Woche

Die letzten drei Jahre war ich privilegiert. Und damit meine ich nicht den fantastischen Blick aus dem Büro im Stuttgarter Landtag, den ich manchmal mitgenießen durfte. Ich meine das echte Privileg, Politik nicht nur beobachten, sondern mitgestalten zu dürfen und ganz nah dran zu sein an den aktuellen Themen, politischen Prozessen und den Menschen, die sie gestalten.

Als Referentin im Wahlkreisbüro von Daniel Born habe ich erlebt, wie politisches Handeln entsteht: im Dialog mit Bürger*innen, im Ringen um gute Lösungen, im ständigen Abwägen. Das war ein neuer Erfahrungsraum, in dem Demokratie für mich eine sehr konkrete, lebendige Dimension erhalten hat.

Besonders geprägt hat mich die Arbeit an unserem gemeinsamen Herzensthema: der frühkindlichen Bildung. Gesetzestexte in den pädagogischen Alltag zu übersetzen, Impulse aus der Praxis aufzugreifen und in politische Prozesse einzuspeisen, das war mir ein echtes Anliegen. Ich durfte erleben, wie viel Energie und Ernsthaftigkeit Daniel in diese Arbeit eingebracht hat. Dass ein Mandat nicht Selbstzweck ist, sondern Verantwortung, das ist Daniels Maßstab.

Gleichzeitig habe ich Daniel auch als Mensch kennenlernen dürfen. Einen Menschen, der mit allem, was ihm zur Verfügung steht, für unsere Demokratie eintritt. Einen, der alles daransetzt, dass Dialoge entstehen und Brücken gebaut werden. Einen, dem Vielfalt und eine gerechte, inklusive Gesellschaft wirkliche Herzensanliegen sind. Der begeistern, mitnehmen und verbinden kann wie kein anderer. Drei Jahre lang stand mein Schreibtisch so, dass ich mehrmals täglich auf den Schriftzug „Freiheit – Gerechtigkeit – Solidarität“ blicken konnte. Wie oft habe ich gedacht: Ja, genau dafür arbeitet Daniel – und arbeiten wir als sein Team – jeden Tag.

In Erinnerung bleiben mir auch viele ganz besondere Momente, die über den Alltag hinaus wirksam sind. Unvergessen sind das Gespräch mit der wunderbaren Karla Spagerer im Rahmen der Kurpfalz-Horizonte und der Besuch bei Gerhard Wiese, dessen Geschichte wir gemeinsam filmisch festhalten durften. Solche Begegnungen waren nicht zufällig: Sie wurden möglich durch ein Team, das so vielfältig ist, dass es für fast jede Perspektive eine Stimme gibt. Und durch Daniel, für den „Demokratie.Stark.Machen.“ kein Slogan, sondern täglicher Anspruch ist.

Für mich ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, Abschied zu nehmen und von ganzem Herzen Danke zu sagen, bevor ich in Karlsruhe eine neue Aufgabe übernehme: Als Fachreferentin für Vielfalt, ein Thema, das mir durch die Arbeit mit und für Daniel besonders ans Herz gewachsen ist.

Ich bin dankbar für viele besondere Begegnungen, für das Vertrauen, das mir geschenkt wurde, für ein Team, das mich getragen hat und für die vielen Wegbegleiter*innen, die mich gefördert haben – ganz zuvorderst Daniel. Ich nehme viel mit: Erfahrungen und Verbindungen, aber vor allem das Bewusstsein, wie wertvoll unsere Demokratie ist und wie sehr wir darauf achten müssen, sie zu schützen.

Danke für drei Jahre, die mich verändert haben. Ich trage sie weiter. Ganz besonders den Auftrag und den Willen, für das einzustehen, was wirklich zählt.

Herzliche Grüße

Anja Wilhelmi-Rapp

Foto der Woche

Anja und Daniel auf dem Weg zu einem Termin.

Homepage Daniel Born

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Der Rote Ortenauer

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