
Hockenheim. „Hockenheim ist die schnellste und rockigste Stadt Deutschlands und eine hervorragende Gastgeberin. Darum will ich wissen: Wo drückt hier in den Hotels und Gaststätten der Schuh“, erklärte Landtagsabgeordneter Daniel Born (SPD) zu Beginn seines Vor-Ort-Besuchs im Taste Hotel in der Hockenheimer Stadtmitte. Von Hotelleiter Mathias Cron wurde er über die aktuellen Herausforderungen der Hotel- und Gastronomiebranche informiert und darüber, was es braucht, damit Gastfreundschaft und Wirtschaftskraft auch in Zukunft verlässlich bleiben.
Das Taste Hotel ist eine feste Größe in der Stadt. Durch die Nähe zur Stadthalle, zum Hockenheimring und zur Autobahn ist es seit vielen Jahren ein Anziehungspunkt für Geschäftsreisende und Touristen gleichermaßen. Viele Gäste kommen immer wieder, weil sie das Haus mit persönlichen Erlebnissen, Veranstaltungen und Begegnungen in der Region verbinden.
Im Mittelpunkt des Gesprächs standen drei Themen: Arbeitsbedingungen, Bürokratie und die Zukunftsfähigkeit der Branche. „Die Hotellerie lebt von den Menschen, die hier mit Leidenschaft arbeiten. Damit wir auch morgen noch gute Gastgeberinnen und Gastgeber haben, brauchen wir faire Löhne, gute Arbeitsbedingungen und echte Perspektiven. Das ist nicht nur eine Frage der Wirtschaft, sondern eine Frage von Respekt und gesellschaftlichem Zusammenhalt“, so der ehemalige Landtagsvizepräsident Born.
Besonders die Fachkräftesicherung bleibe ein zentrales Thema. Zwar habe sich die Situation nach den Pandemie-Jahren etwas entspannt, dennoch sei es nicht einfach, Auszubildende und Fachkräfte zu gewinnen, so Cron. Eine große Hürde seien die hohen Wohnkosten in Hockenheim und der Region. Born dazu: „Wer hier arbeitet, muss hier auch wohnen können. Bezahlbares Wohnen ist deshalb nicht nur ein sozialpolitisches Ziel, sondern eine Voraussetzung dafür, dass unsere Wirtschaft läuft und unsere Städte lebendig bleiben.“
Auch das Thema Bürokratie spielte eine wichtige Rolle. Viele Investitionen, etwa in nachhaltige Konzepte wie E-Ladesäulen, scheitern an langwierigen Verfahren und komplizierten Auflagen. Born erklärte: „Bürokratieabbau darf kein Schlagwort bleiben. Wir brauchen Regeln, die schützen und ordnen, aber wir brauchen auch Verfahren, die praktikabel sind. Gerade eine Branche, die täglich flexibel auf ihre Gäste eingehen muss, darf nicht von Aktenbergen ausgebremst werden.“
Darüber hinaus ging es im Gespräch um die enge Verzahnung von Stadt, Stadthalle und Hotellerie. Das Taste Hotel ist nicht nur ein Haus für Übernachtungen, sondern ein Partner für Kultur, Tagungen und Firmenkunden. Hotelleiter Cron unterstrich diesen Punkt: „Wir sind stolz, in Hockenheim fest verwurzelt zu sein. Mit der DTM arbeiten wir seit Jahren erfolgreich zusammen, außerdem mit der Therme Sinsheim, der Oase Altlußheim und dem Technik Museum Speyer, neuerdings auch mit dem Freizeitpark Plopsaland. Solche Partnerschaften zeigen, dass wir über die Stadtgrenzen hinaus ein verlässlicher Partner sind und zugleich tief hier vor Ort verankert bleiben.“
Zum Abschluss zog der Sozialdemokrat Born einen Bogen zu seinem eigenen politischen Leitmotiv: „Ob bei Arbeitsbedingungen, Fachkräftesicherung oder beim Wohnen, es geht immer darum, einen roten Faden zu bewahren. Für die Menschen da zu sein, ihre Sorgen ernst zu nehmen und gemeinsam Lösungen zu finden. Politik darf nicht abgehoben sein, sondern muss greifbar bleiben. Und der rote Faden zeigt, dass sich Veränderungen Schritt für Schritt anstoßen lassen, aber nur im Team und niemals allein. Was im Taste Hotel geleistet wird, ist genau solch ein Beispiel: gelebte Gastfreundschaft, getragen von einem starken Team. Dafür braucht es politische Rückendeckung, Wertschätzung und klare Perspektiven.“