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Daniel Born besucht Pflegedienst Sanitas

Veröffentlicht am 12.08.2019 in Pressemitteilungen

„Wer sorgt für uns, wenn wir älter sind, wenn es uns nicht mehr so gut geht, wenn wir Hilfe brauchen?“ überschreibt Landtagsabgeordneter Daniel Born seine regelmäßigen Gespräche mit Pflegediensten und Seniorenheimen im Wahlkreis. 

Altlußheim. „Unser Zusammenleben kann nur gelingen, wenn wir die Sicherheit einer guten medizinischen und pflegerischen Versorgung haben. Mir ist es darum wichtig immer wieder nachzuhaken, wie stabil dieses Netz hier bei uns geknüpft ist und wo es Verbesserungsbedarf gibt.“ ergänzt der SPD-Politiker.

In dieser Woche besuchte Daniel Born die Einrichtung den Pflegedienst „Sanitas“ in Altlußheim. Mit einem Karton voller Muffins überraschte er die diensthabenden Schwestern, sowie den Inhaber der Einrichtung, Matthias Schenk und den Landesbeauftragten des Bundesverbands privater Anbieter und sozialer Dienste (bpa), Berthold Denzel.

Sanitas ist seit 20 Jahren aktiv, davon 13 in Altlußheim und bietet Betreuung und hauswirtschaftliche Versorgung alter, kranker und pflegebedürftiger Menschen in ihrer häuslichen Umgebung an. Matthias Schenk informierte den Abgeordneten, dass insgesamt 47 Mitarbeiter für rund 260 Patienten tätig sind. Dabei ist es Schenk wichtig, immer auch kurzfristig ein Angebot für die Familien im Gebiet zwischen Hockenheim und Oberhausen-Rheinhausen machen zu können.

Schwester Gaby von Sanitas zeigte Daniel Born das System der Dienstpläne und der Dienstrouten auf und erläuterte dabei die typischen Situationen einer Tour. Konkret wurde dann unter die Lupe genommen, wie der Tag einer Pflegefachkraft abläuft und wie die Einsätze erstellt, Eventualitäten eingeplant und Qualität dokumentiert werden.

 „Das ist so eine wertvolle und zeitintensive Tätigkeit – wie kann man das mit der Familie verbinden?“ wollte der Abgeordnete wissen. „Die Familien tragen das mit. Wir werden gebraucht und sind da.“ antwortete Schwester Gaby darauf.

Im Gespräch mit Matthias Schenk und Berthold Denzel wurden unter anderem die Dauerbrenner „Fachkräftemangel“ und „Barrierefreiheit der Wohnungen“ thematisiert. Born ist im Landtag wohnungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion und setzt sich kontinuierlich für mehr Barrierefreiheit ein. „Ich befürworte die häusliche Pflege, da die Menschen in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können und wir ja auch gar nicht genug stationäre Einrichtungen hätten. Allerdings macht das Pflegepersonal einen enorm harten Job und er sollte nicht durch nicht-barrierefreie Badezimmer oder zu schmale Türen noch beschwerlicher werden. Wenn wir über häusliche Pflege reden, dann bedeutet das, die Wohnung ist auch der Arbeitsplatz der Pflegerin. Und Arbeitsplätze dürfen nicht so gebaut sein, dass sie die Arbeit erschweren“, so Born.

Herr Schenk betrachtet es als große Chance für die Pflegeberufe, dass die Berufsbilder der Krankenschwester und des Altenpflegers künftig im Beruf des Gesundheitspflegers vereinigt werden sollen. Für ihn stellt es das Ausräumen mit Klischees und Vorurteilen dar. Für Daniel Born ist wesentlich, dass bereits in der Berufsberatung in den Schulen die Zukunftsfähigkeit und die Bedeutung der Pflegeberufe aufgezeigt werden. Auch durch Umschulungsangebote und ein Zuwanderungsgesetz mit Spurwechsel für Flüchtlinge gebe es weitere Potentiale auf dem Arbeitsmarkt.

Zur Zukunft der Pflege gehört für Daniel Born auch das von der SPD eingebrachte Konzept der Weiterentwicklung der Pflegeversicherung zur Vollversicherung. „Das Bild der Teilkasko ist ja falsch. Faktisch wird über die Pflegesätze ein Grundstock bezahlt – alles weitere wird zum finanziellen Risiko. Das ist insbesondere für Familien mit mittlerem Einkommen ein permanentes Damoklesschwert, welches der Systematik einer Sozialversicherung widerspricht. Wir sollten hier umsteuern und die Pflegeversicherung als Vollversicherung stabil aufstellen.“ berichtete Born aus den politischen Diskussionen.   

Zum Abschluss bedankte sich Daniel Born nicht nur für die konkreten Einblicke sondern auch bei dem Landesbeauftragten Berthold Denzel, dem Inhaber Matthias Schenk und seinen Mitarbeitern für die wichtige Arbeit.

Homepage Daniel Born

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