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Daniel Born befürchtet mehr Patienten in Klinik nach Schließung von Notfallpraxis Schwetzingen

Veröffentlicht am 06.02.2025 in Wahlkreis

Schwetzingen. „Jetzt haben wir es schwarz auf weiß: Schließt die Notfallpraxis Schwetzingen, gehen die Zahlen in Klinik und Rettungsdienst durch die Decke. Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) schränkt ihre Angebote zulasten der anderen ein. Das ist schlecht für Personal und Patienten und ohne jede Solidarität“, sagt Landtagsabgeordneter Daniel Born nach der Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der SPD-Fraktion. In dieser hatten die Sozialdemokraten beispielhaft Auswirkungen der Schließung der Notfallpraxis in Buchen im Neckar-Odenwald-Kreis abgefragt. Die KVBW hatte den Standort im Oktober 2023 zunächst vorläufig und dann im März 2024 dauerhaft geschlossen.

Das hatte offenbar deutliche Auswirkungen auf die Zahl der Patienten in der Klinik-Notaufnahme. Wie aus der Antwort der Landesregierung hervorgeht, wurden im Zeitraum von November 2023 bis März 2024 in der Notaufnahme des örtlichen Krankenhauses an Samstagen und Sonntagen deutlich mehr Patienten behandelt als im Vorjahreszeitraum, also vor der Schließung der Notfallpraxis. Demnach wurden in der Notaufnahme von November 2022 bis März 2023 samstags und sonntags insgesamt 1.072 Patientinnen und Patienten behandelt, im gleichen Zeitraum des Folgejahres waren es 1.361. Das ist ein Anstieg um knapp 27 Prozent.

„Ich erwarte ähnliche Zahlen, wenn die KVBW in diesem Jahr die Notfallpraxis in Schwetzingen, wo auch ein Krankenhausstandort ist, schließt“, so Born. „Wenn Patienten, denen bisher in der Notfallpraxis geholfen wurde, die Notaufnahme der GRN-Klinik oder die Rettungsdienste aufsuchen, wird dies zu Engpässen führen, die auch die Qualität der Versorgung beeinträchtigen können.“

Die KVBW hatte bei der Vorstellung ihrer Schließungspläne betont, dass diese nicht zulasten anderer Einrichtungen im Gesundheitswesen gingen. Das sei für ihn nun widerlegt, sagte Born. „Meine parteiübergreifende Unterschriftenaktion zum Erhalt der Notfallpraxis Schwetzingen wird auch deshalb fortgesetzt. Bislang haben über 11.000 Bürgerinnen und Bürger für unsere Notfallpraxis unterschrieben – und wir werden die Sammlung fortsetzen.“

„Als ich im Dezember die ersten Unterschriften dem KVBW-Vorstand übergeben habe, hat man mir eine engere Kommunikation zugesichert – ich erwarte entsprechend von der KVBW, dass sie zu der aktuellen Landtagsanfrage Stellung nimmt“, so Born abschließend und ergänzt: „Wegducken zählt nicht. Die KVBW hat mit ihrer Entscheidung hier vor Ort ganz konkrete und berechtigte Sorgen ausgelöst. Gesundheitsminister Lucha und KVBW sind jetzt am Zug, die von ihnen verursachte Unsicherheit zu beenden und einen Erhalt der Notfallpraxis zuzusichern.“

Homepage Daniel Born

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