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Born zu den Ergebnissen der Bertelsmann-Studie: Familien brauchen Kita-Plätze statt Schulterzucken!

Veröffentlicht am 21.10.2022 in Landespolitik

Die SPD im Landtag fordert ein Platz-Sharing in der Kita, um die Kinder schrittweise in der Kita willkommen zu heißen. Zudem fordert die SPD ein Brückenelterngeld, um den Familien finanzielle Sicherheit zu gewähren, bis sie einen Kita-Platz haben.

Stuttgart. Mit Sorge reagiert SPD-Bildungsexperte Daniel Born auf die Meldung, wonach in Baden-Württemberg im nächsten Jahr 57.600 Kitaplätze fehlen: „Keinen Kita-Platz zu bekommen, kann für Familien in diesen Krisenzeiten bedrohlich sein und Grün-Schwarz zuckt nur mit den Schultern. Ohne Kita-Platz muss oft auf ein Einkommen verzichtet werden, um das Kind zuhause betreuen zu können. Angesichts steigender Lebenshaltungskosten ist das für immer mehr Eltern finanziell nicht zu stemmen. Wir müssen den Familien jetzt dringend unter die Arme greifen.“ Die SPD im Landtag fordert daher ein Platz-Sharing in der Kita, um die Kinder schrittweise in der Kita willkommen zu heißen und ein Brückenelterngeld, um den Familien finanzielle Sicherheit zu gewähren bis sie einen Kita-Platz haben.

Born: „Beim Platz-Sharing sollen sich zwei Kinder aus zwei Familien zu Beginn ihrer Kita-Zeit einen Kita-Platz teilen, wenn es mehr Nachfrage als Plätze gibt. So kann ein Kind beispielsweise zwei volle Tage in die Betreuung und das andere drei. Den Eltern dieser zwei Kinder wird es damit möglich, ihre Beschäftigung zumindest in Teilzeit wieder aufzunehmen. Werden dann volle Plätze frei können Kinder und Eltern aufstocken.“

Mit dem Brückenelterngeld fordert die SPD-Fraktion zudem eine unbürokratische Unterstützung derjenigen Eltern, die trotz rechtzeitiger Bewerbung auf einen Kita-Platz leer ausgehen. Daniel Born: „Bei vielen endet das Elterngeld regulär 12 oder 14 Monaten nach Geburt. Mit dem Brückenelterngeld sollen die Familien eine Verlängerung des Bezugs beantragen können, bis ihr Kind die Kita besuchen kann und sie wieder arbeiten gehen können. Wenn die Landesregierung weiterhin einfach nichts tut, bringt sie die Familien während dieser unverschuldeten Wartezeit in Not.“

„Diese Maßnahmen können nur temporär sein, um Familien in Krisenzeiten den Rücken zu stärken. Mittelfristig kann nur eine effektive Fachkräfteoffensive Entspannung bringen. Wir brauchen mehr Studien- und Ausbildungsplätze in Voll- und Teilzeit, müssen Verwaltungs- und Hauswirtschaftskräfte zur Entlastung des pädagogischen Personals einstellen, Aufstockung- und Rückkehrboni auszahlen, den Direkteinstieg erleichtern und dann dafür sorgen, dass die Fachkräfte auch in den Kitas bleiben. Das geht aus Sicht der SPD nur mit einer Differenzierung von Aufgaben und einer der Ausbildung und dem Tätigkeitsfeld entsprechenden Bezahlung. Kurz: Die Kita als Arbeitsplatz muss mehr Perspektiven für Weiterentwicklung und echte Karrierechancen bieten“, so Born, Sprecher für frühkindliche Bildung seiner Fraktion, abschließend.

Homepage Daniel Born

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