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Born und SPD legen Konzept für krisenfestes Klassenzimmer vor

Veröffentlicht am 01.07.2020 in Landespolitik

„Gerade, weil die Pandemie nicht vorbei ist, braucht es ein krisenfestes Klassenzimmer“. ist Daniel Born überzeugt. Für ein krisenfestes Schulsystem in Baden-Württemberg benötigen die Schulen umgehend einen verbindlichen Rahmen für die Planung des neuen Schuljahrs.

Schwetzingen/Stuttgart. „Notwendig ist ein gemeinsamer Kraftakt aller Beteiligten, damit nach den Sommerferien der Schulbetrieb wieder so normal wie möglich stattfinden kann“, erklärt der Schwetzinger Landtagsabgeordnete Daniel Born, der Mitglied des Bildungsausschusses ist.

Born hat darum mit seinen Fraktionskollegen das Positionspapier „Krisenfestes Klassenzimmer“ entwickelt. „Die Landesregierung behauptete immer, sie könne nur auf Sicht fahren. Aber das ist die Leute verschaukelt und eine Flucht aus der Verantwortung.

Wer Schulen schließt, der weiß, dass er sie auch irgendwann wieder aufmachen muss. Und darum kann er schon mit der Schließung einen runden Tisch mit allen Beteiligten machen und ein stufenweises Neustartkonzept entwickeln.

All das hat aber die Regierung nicht getan, sondern die Schulen allein gelassen, um ihnen dann wenige Stunden vor Öffnung eine Verordnung zu schicken.“ kritisiert Daniel Born die Landesregierung. Dabei könne er nur unterstreichen, wie wichtig ein funktionierender Präsenzunterricht unter Einhaltung der Hygieneregeln ist.

„Unsere Schüler haben ein Recht auf Bildung. Und sie haben ein Recht auf den Sozialraum Schule, in dem sich dieses Recht auf Bildung am besten verwirklichen lässt. Deshalb hat die Kultusministerkonferenz beschlossen, dass wir nach den Sommerferien wieder in den Regelbetrieb an Schulen starten, sofern es das Infektionsgeschehen zulässt. Das ist ein wichtiger Schritt und ein gutes Signal für unsere Schülerinnen und Schüler, ihre Familien und unsere Lehrkräfte.“ erklärt der SPD-Politiker.

Auch in Baden-Württemberg erwartet Born von Kultusministerin Eisenmann (CDU), dass sie den Schulen für jedes Pandemie-Szenario passende Instrumente an die Hand gibt: „Niemand weiß, wie sich die Epidemie in den kommenden Monaten entwickelt. Aber es darf und muss nicht sein, dass die Schulen mit den Planungen bei jeder Lageänderung wieder bei null anfangen müssen.“

Die Schulen bräuchten einen Plan B und einen Plan C in ihren Schubladen. Denn, so Daniel Born, wir müssten darauf gefasst sein, dass schulischer Unterricht nicht immer durchgehend Präsenzunterricht sein kann, sondern zeitweise als eine Mischung aus Präsenz- und Fernunterricht oder sogar ausschließlich als Fernunterricht stattfinden muss.

Darum ist dem Landtagsabgeordneten mit Blick auf die nächsten Wochen eine eindeutige Kommunikation seitens der Landesregierung besonders wichtig: „Die Unsicherheit bei allen Beteiligten ist momentan mit den Händen zu Greifen. Erst in der letzten Woche haben Ministerpräsident Kretschmann und Kultusministerin Eisenmann mit ihren widersprüchlichen Aussagen zur Schulöffnung für große Verunsicherung gesorgt. Das Gezerre von CDU und Grünen auf dem Rücken der Schüler, Lehrer und Eltern widert mich an.“

Mit dem Schulkonzept „Krisenfestes Klassenzimmer“ hat Born gemeinsam mit der SPD-Fraktion Vorschläge gemacht, um auch in den nächsten Monaten der Pandemie Schulunterricht stabil zu gewährleisten. Das Konzept sieht u.a. vor, Lehrkräfte regelmäßig auf das Coronavirus zu testen und Lehrpersonal aus Risikogruppen rechtzeitig für Distanzunterricht einzuteilen.

Gefordert werden darin mehr Schulsozialarbeit, die Einstellung von Referendaren auch in den Ferien sowie die Hilfe auch von externen Partnern und Studierenden.

Zudem soll die deutliche Mehrarbeit vieler Pädagoginnen und Pädagogen in der Krise attraktiver gemacht und gerechter vergütet werden. Des Weiteren fordert Daniel Born auch eine deutlich bessere digitale Ausstattung der Schulen und der Schüler, von denen viele eben keine angemessene private Ausstattung mitbringen und so unfaire Nachteile in der Bildung erdulden müssen. Zudem sollen die Bildungspläne überprüft und Lerninhalte priorisiert werden.

„Gerade weil die Pandemie nicht vorbei ist, braucht es einen politischen Einsatz für ein krisenfestes Klassenzimmer. Das ist auch die Rückmeldung, die ich aus meinen vielen Gesprächen im Wahlkreis bekommen habe.“ erklärt Daniel Born.

Homepage Daniel Born

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