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Born: "Es braucht eine umfassende Fachkräfteoffensive zur Stärkung der Kitas"

Veröffentlicht am 02.10.2018 in Pressemitteilungen

Wie der Mannheimer Morgen berichtet, wirft der Sprecher der SPD-Landtagsfraktion für frühkindliche Bildung der grün-schwarzen Landesregierung vor, die Führungsrolle Baden-Württembergs im Bereich der frühkindlichen Bildung zu verspielen.

Stuttgart. In Baden-Württemberg werden händeringend gut ausgebildete Fachkräfte für die frühkindliche Bildung gesucht. Mit einem Antrag fragte Daniel Born, Sprecher der SPD-Landtagsfraktion für frühkindliche Bildung, bei der Landesregierung nach, welche Maßnahmen sie ergreife, um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken. Die Antwort fiel ernüchternd aus: Grün-Schwarz plane lediglich im Rahmen des Paktes für gute Bildung und Betreuung, den Kita-Einrichtungen für jeden PiA-Ausbildungsplatz übergangsweise 100 Euro zu zahlen.  „Das ist unkreativ und erfasst das Problem nicht einmal im Ansatz“, so Born dazu.

Der SPD-Landtagsabgeordnete aus Schwetzingen fordert stattdessen eine „ernstgemeinte und umfassende Fachkräfteoffensive zur Stärkung unserer Kitas“. Ein Ansatzpunkt ist für ihn die Möglichkeit, die vom damaligen SPD-Kultusministerium eingeführte und sehr beliebte PiA-Ausbildung in Teilzeit anzubieten, doch das lehnt die Landesregierung ab. Auch bei der akademischen Ausbildung sieht Born Handlungsbedarf, denn die Bewerberanzahl übersteigt das Angebot an Studienplätzen um ein Vielfaches: „ Das Problem ist, dass es weiterhin kaum Anreize für die Absolventinnen und Absolventen gibt, längerfristig in Kitas zu bleiben. Anderswo gibt es ihrer akademischen Ausbildung angemessene Aufgabenprofile und eine bessere Bezahlung, das gilt u.a. für die Schulsozialarbeit. Kultusministerin Eisenmann erkennt diese Schwierigkeit als solche an, aber schiebt lieber die Verantwortung von sich als sich an der Entwicklung eines Lösungsvorschlags zu beteiligen. So wird den Kindheitspädagoginnen und -pädagogen theoretisch eine Kita-Leitungsposition in Aussicht gestellt, aber so viele Stellen gibt es in der Realität einfach nicht. Unsere Kitas brauchen die Hochschulabsolventinnen dringend und zwar für konzeptionelle Arbeit, Elternarbeit und Qualitätsentwicklung. Solche Funktionsstellen müssen geschaffen und Kita-Teams gezielt durchmischt werden“, so Born.

Wie der Mannheimer Morgen berichtet, will Born die Kultusministerin Eisenmann in die Pflicht nehmen, denn das Land sei gefragt bei der Aufwertung der Arbeitsplätze in den Kitas. Hochschulabsolventen und Fachkräfte sollten für zusätzliche Aufgaben etwa in der Ausbildung Zulagen erhalten. Born kritisiert: „Diesen Stellschrauben schenkt die Regierung keine Beachtung.“

Homepage Daniel Born

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