„Für die SPD erklärt der bildungspolitische Sprecher, Dr. Stefan Fulst-Blei,
dass die Lehrerbesoldung der Absolventen A13 betragen soll.
Als Erfolg sei auch der Erhalt des eigenständigen Studiengangs „Sozialpädagogik“
zu werten. Für beides hatte sich die SPD bereits früh eingesetzt“.
Die Arbeitgeber Baden-Württemberg begrüßen die geplante
Umstellung der Lehrerausbildung im Land auf Bachelor- und
Masterstudiengänge. „Damit ist eine unserer zentralen Empfehlungen für eine
qualitativ hochwertige Lehrerausbildung berücksichtigt“, sagte Stefan
Küpper, Geschäftsführer Bildung der Arbeitgeber Baden-Württemberg, am
Dienstag in Stuttgart: „Die Zugangsberechtigung zum weiterführen-den
Masterstudium darf nicht automatisch mit dem Bachelor erfolgen. Vielmehr
muss die Qualität über ein angemessenes Auswahlverfahren sichergestellt
werden.“
Aus Sicht der Arbeitgeberverbände im Land ist die Lehrerausbildung der
zentrale Schlüssel für die Qualität von Schule und Unterricht. Diese messe
sich letztlich auch am erfolgreichen Übergang der Schulabgänger in
Ausbildung und Beruf. „Dafür braucht es Pädagogen, die die nachschulische
Zeit im Blick haben. Deshalb müssen Bezüge zur Arbeitswelt und
Berufsorientierung verbindlich in der Lehrerausbildung verankert werden“,
forderte Küpper. Mit Blick auf das Thema Inklusion sei es begrüßenswert,
dass einerseits die Sonderschulpädagogik als Studiengang erhalten bleibe,
andererseits sonderpädagogische Inklusionskompetenzen in allen
Studiengängen vermittelt werden sollen.
Die Arbeitgeber Baden-Württemberg regen zudem an, die Kooperation von
Universitäten und pädagogischen Hochschulen in der Lehrerausbildung
auszubauen. „Dies stellt sicher, dass schulische Praxis sowie didaktische
und methodische Inhalte in der Lehrerausbildung durchgängig gestaltet
werden. Und es bietet die Möglichkeit, fachwissenschaftliche und
pädagogische Ausbildung optimal zu kombinieren“, sagte Küpper. Weiter
fordern die Arbeitgeber im Land, die innerdeutsche Durchlässigkeit der
Lehrerausbildung zu gewährleisten, so dass Lehrer auch beruflich
länderübergreifend mobil bleiben können.


