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Betreuungsgeld könnte 50.000 Erzieherinnenstellen entsprechen

Veröffentlicht am 09.05.2012 in Allgemein

Die schwarz-gelben Bundesregierung hält unbeirrt an der Einführung des Betreuungs-geldes fest. Was das genau bedeuten kann, zeigte in der letzten Prognose des Direktors des Instituts für Bildungs- und Sozialpolitik der FH Koblenz, Prof. Dr. Stefan Sell. Denn der von der Bundesregierung für die kommenden Jahre vorhergesehenen Finanzmittel könnten sehr stark übertroffen werden. Vorhersagen gehen davon aus, dass in der Endausbaustufe statt 1,2 Mrd. Euro pro Jahr bis zu 1,9 Mrd. Euro für das Betreuungsgeld ausgegeben werden müssen. Diese Summe würde ausreichen, um rund 50.000 Stellen für neue Erzieherinnen und Erzieher schaffen. „Damit könnten wir einen enormen Qualitätssprung in der frühkindlichen Bildung und Betreuung vollziehen“, erklärte dazu Prof. Dr. Sell.
Diese Einschätzung zeigt meiner Meinung nach sehr deutlich einen weiteren gravierenden Nachteil des von der schwarz-gelben Bundesregierung geplanten Betreuungsgeldes. Diese umfangreichen finanziellen Ressourcen müssen eigentlich in den Ausbau der der institutionellen Kinderbetreuung fließen. Gerade als Kommunalpolitiker kenne ich die angespannte Situation in diesem Bereich aus erster Hand. Umso unverständlicher ist es mir, dass die Bundesregierung hier Finanzmittel einsetzt, die grundlegenden Probleme der frühkindlichen Betreuung in unserem Land nicht lösen. Daher lehne ich das geplante Betreuungsgeld weiterhin ab.

Homepage Dr. Stefan Fulst-Blei: Für Mannheim im Landtag von Baden-Württemberg

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