In einem schriftlichen Appell an Verkehrsminister Ramsauer fordert der SPD-Abgeordnete Peter Friedrich Klarheit über Meldungen einer Streichliste der Bahnprojekte im Land Baden-Württemberg. „Es darf nicht sein, dass längst zugesagte Schienenprojekte in Baden-Württemberg heimlich, still und leise unter die Räder kommen.“, so Friedrich. Der halbherzige Widerspruch aus dem Verkehrsministerium lasse schlimmes für die Zukunft der Schienenverbindung befürchten.
Mit denen jetzt bekannt gewordenen Planspielen droht gerade dem Landkreis Konstanz und der Bodenseeregion, weiterhin von den wichtigen Verkehrsknotenpunkten der Bahn abgeschnitten zu bleiben. „Wenn die Verbindungen im Land nicht ertüchtigt werden, nutzt Stuttgart21 niemanden.“, kritisiert Friedrich. Offensichtlich bereiten sich Bahn und Bundesregierung darauf vor, den Ausbau der Infrastruktur den angekündigten Steuergeschenken für Reiche zu opfern.
Friedrich fordert ein eindeutiges Bekenntnis von Bundesregierung, Landesregierung und Bahn zum Ausbau der Gäubahn: „Die Landesregierung muss deutlich machen, dass sie auch andere Schienenprojekte im Land voll unterstützt und unser Regionen nicht weiter hängen lässt.“