MdL Dr. Stefan Fulst-Blei: „Die Schwerpunktsetzung der Regierung auf eine gute Unterrichtsversorgung zeigt Wirkung. Kultusminister Stoch kann eine glänzende Statistik vorlegen“
Die Unterrichtsversorgung an den Schulen im Land kann aus Sicht von SPD-Bildungssprecher Stefan Fulst-Blei hervorragende Noten vorweisen. „Mit der heutigen Veröffentlichung der Zahlen zur aktuellen Unterrichtsversorgung setzt Kultusminister Andreas Stoch seine erfolgreiche Arbeit fort. Bemerkenswert ist die historisch gute Unterrichtsversorgung an den beruflichen Schulen“, sagte Fulst-Blei.
Dort sei die Unterrichtsversorgung so gut wie seit Jahren nicht mehr. Grün-Rot habe den Unterrichtsausfall an den beruflichen Schulen binnen zwei Jahren halbiert. Zugleich sei es gelungen, die in der Vergangenheit unter Schwarz-Gelb geleisteten Überstunden von Lehrerinnen und Lehrern um weitere 190 Deputate abzubauen. „Diese Entwicklung ist ein klarer Beleg für eine zukunftsgerichtete Bildungspolitik“, betonte Fulst-Blei.
In den kommenden Schuljahren gelte es, diesen erfolgreichen Kurs fortzusetzen und auch künftig keine Abstriche an der Unterrichtsversorgung zuzulassen. In Anbetracht höherer Schülerzahlen als prognostiziert und zusätzlicher Aufgaben wie dem Ausbau der Ganztagsschulen und dem Einstieg in die Inklusion müssten auch in den kommenden Jahren der Qualität von Unterrichtsangeboten und einer guten Unterrichtsversorgung ein Vorrang eingeräumt werden.
Stuttgart (dpa/lsw) - Die Unterrichtsversorgung im Südwesten hat
sich nach Angaben des Kultusministeriums an allen Schularten
verbessert. Insbesondere das bereits im Stundenplan einkalkulierte
sogenannte strukturelle Defizit an den beruflichen Schulen sei auf
einen historischen Wert gesunken, teilte Minister Andreas Stoch (SPD)
am Montag in Stuttgart mit. Der Unterrichtsausfall an dieser Schulart
reduzierte sich von 4,4 Prozent im Schuljahr 2010/2011 auf derzeit
2,2 Prozent. Auch an den Sonderschulen sei das Defizit geringer
geworden. Dort würden derzeit 300 bis 500 Lehrerstellen gebraucht.
Stoch betonte: «Einsparungen im Bildungsbereich dürfen auch
künftig nicht zulasten der Qualität gehen.» Deshalb sei auch die
erstmals von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) genannte
Zahl von 11 600 bis 2020 zu streichenden Lehrerstellen «schwierig».
Es gelte, die Ziele Haushaltskonsolidierung und gute Zukunft des
Landes aufgrund hervorragender Bildung gegeneinander abzuwägen.
Der Minister erläuterte, dass eine im Schnitt flächendeckende
Sicherung des Pflichtunterrichts an den Grund-, Haupt/Werkreal-,
Realschulen und Gymnasien lokale und regionale Unterrichtsausfälle
nicht ausschließe. «Ich möchte nicht in Hellblau oder Rosa malen.»
Der Eindruck einer latent schlechteren Versorgung, den die CDU habe
erwecken wollen, werde durch die Ergebnisse der Erhebung vom
vergangenen Oktober ad absurdum geführt.


