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16 Mio. Euro für Investitionen in Behinderteneinrichtungen

Veröffentlicht am 14.01.2014 in Allgemein

Sozialministerin Katrin Altpeter: „Wir fördern alternative Wohn- und Beschäftigungsangebote, um dem Wunsch- und Wahlrecht von Menschen mit Behinderung besser entsprechen zu können“.,

MdL Stefan Fulst-Blei stimmt der Ministerin zu, er begrüßt, dass das Tagesförderzentrum Mannheim-Waldhof,
Verein für Gemeindediakonie und Rehabilitation e V. im Investitionsförderprogramm für Behinderte 2013 Berücksichtigung fand.
Durch den Neubau wird die Inklusion von Menschen mit Behinderung vorangebracht.
In Baden-Württemberg haben im vergangenen Jahr rund 16,3 Mio. Euro für Investitionen aus Haushausmitteln des Landes und Ausgleichsabgabemitteln erhalten. Das teilte Sozialministerin Katrin Altpeter am Montag (13. Januar) in Stuttgart mit. Mit dem Geld wurden 32 Wohn- und Werkstattprojekte in 27 Einrichtungen in den Stadt- und Landkreisen Stuttgart, Böblingen, Ludwigsburg, Rems-Murr-Kreis, Heidenheim, Karlsruhe, Rastatt, Mannheim, Ravensburg, Main-Tauber-Kreis, Rhein-Neckar-Kreis, Reutlingen, Bodenseekreis, Heilbronn, Hohenlohekreis, Ostalbkreis und Tuttlingen gefördert . Von den Maßnahmen profitieren über 1.300 Menschen mit Behinderung, die in den unterstützten Einrichtungen wohnen bzw. wohnen werden oder arbeiten.

Ziel der Förderung ist es, die Inklusion von Menschen mit Behinderung voranzubringen und ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern. „In unserer Gesellschaft muss es selbstverständlich sein, dass Menschen mit Behinderungen ihre Rechte und Wahlmöglichkeiten in gleicher Weise wahrnehmen können und dürfen, wie es für nicht behinderte Menschen selbstverständlich ist. Das gilt für die Arbeit ebenso wie für Frage, wie und wo jemand arbeiten will. Deshalb fördern wir alternative Wohn- und Beschäftigungsangebote, um ihnen die Wahl zwischen verschiedenen Angeboten zu ermöglichen“, so die Ministerin.

Ministerin Altpeter zufolge wurden für die geförderten Projekte rd. 8,2 Mio. Euro aus Landesmitteln und rd. 8,1 Mio. Euro aus Ausgleichsabgabemitteln eingesetzt. Ausgleichsabgabemittel kommen von Betrieben, die mehr als 20 Arbeitsstellen anbieten, aber nicht die gesetzlich vorgeschriebene Zahl schwerbehinderter Menschen (fünf Prozent der Belegschaft) beschäftigen. Die Ministerin wies darauf hin, dass die Mehrzahl der Projekte bereits nach der 2013 neu beschlossenen Förderrichtlinie ausgewählt wurde. Diese legt einen Schwerpunkt auf die Förderung von dezentralen, gemeinnahen und innovativen Wohn- und Beschäftigungsangeboten, um dem Wunsch- und Wahlrecht von Menschen mit Behinderung besser entsprechen zu können. Rd. 8 Mio. Euro der Gesamtsumme wurden aufgrund einer Übergangsregelung noch für 10 bereits 2012 bewilligte Projekte ausgegeben.

Ergänzende Informationen:

Seit Inkrafttreten der UN-Behindertenkonvention im Jahr 2009 liegt der Schwer-punkt der Behindertenhilfe auf Selbstbestimmung und Teilhabe. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie behinderte und nicht behinderte Menschen trotz unter-schiedlicher Voraussetzungen und Fähigkeiten gemeinsam in den Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg leben, lernen, wohnen, arbeiten und die Freizeit verbringen können. Aufgrund des in Baden-Württemberg im so genannten „Gültstein-Prozess“ unter breiter Beteiligung von Betroffenen, Angehörigen, Trägern, kommunalen Landesverbänden und den Liga-Verbänden erarbeiteten „Impulspapier Inklusion“ hat das Sozialministerium seine Verwaltungsvorschrift zu Investitionen in Behinderteneinrichtungen im Jahr 2013 novelliert. Verstärkt gefördert werden sollen demnach künftig innovative und inklusive Wohn- und Beschäftigungsformen sowie gemeindeorientierte, dezentrale Neubauprojekte.

Homepage Dr. Stefan Fulst-Blei: Für Mannheim im Landtag von Baden-Württemberg

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