
Dr. Frank Mentrup MdL und Peter Friedrich, MdB diskutierten mit Bürgerinnen und Bürgern in Langensteinbach

Dr. Frank Mentrup MdL und Peter Friedrich, MdB diskutierten mit Bürgerinnen und Bürgern in Langensteinbach
Wie viel Gesundheit können wir uns noch leisten? Diese Frage treibt viele Menschen dank der „Gesundheitsreform“ der schwarz-gelben Koalition verstärkt um. Das zeigte sich auch bei der vom Landtagsabgeordneten Dr. Frank Mentrup veranstalteten Podiumsdiskussion am 1. Februar im Hause Conrath in Langensteinbach, zu der die Bürgerinnen und Bürger zahlreich erschienen waren, um sich dem anspruchsvollen Thema zu widmen und ihre eigenen Erfahrungen und Sorgen einzubringen. Wo fließt das Geld hin? An welchen Stellen kann gespart werden? Diese und andere Fragen machten deutlich: die Bürgerinnen und Bürger wünschen sich mehr Transparenz und mehr Ehrlichkeit.
Solidarische Bürgerversicherung statt Kopfpauschalen
Als sachkundigen Gast hatte Mentrup den gesundheitspolitischen Experten der SPD-Bundestagsfraktion Peter Friedrich geladen. Der war ganz ehrlich: „Gesundheit wird teurer, unabhängig davon wer regiert.“ Dies sei eine logische Konsequenz unserer alternden Gesellschaft und des immensen Innovationsschubes im medizinischen Bereich. Nach Meinung Friedrichs ist dies aber eine durchaus gelungene Investition. „Ich finde es gut, dass wir länger leben und dass wir mehr Krankheiten behandeln können“, so Friedrich. Es gebe aber dennoch Stellen, an denen Kosten eingespart werden könnten. Die jetzige Regierung würde die steigenden Ausgaben in Folge der Entkopplung von Arbeitnehmer und Arbeitgeberbeitrag zur Krankenversicherung alleine auf dem Rücken der Versicherten austragen, kritisiert Friedrich. „Das Band der Solidarität zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer wird durchschnitten“. Im Gegensatz dazu würden die SPD und er mit der Forderung nach einer Bürgerversicherung am Solidaritätsprinzip festhalten. Alle sollten mit ihren unterschiedlichen Einkunftsarten, so auch Kapitalerträgen oder Mieteinnahmen, bis zu einer Höchstgrenze an den Gesundheitskosten beteiligt werden.
SPD will abgestimmte Krankenversorgung, bei derÄrzte, Krankenhäuser, Apotheken und Pflege effizient zusammenarbeiten.
Darüber hinaus könnten durch eine integrierte, aufeinander abgestimmte Gesundheitsversorgung und eine bessere Zusammenarbeit zwischen Hausärzten, Fachärzten und Kliniken enorme Kosten eingespart werden. Es gebe wie derzeit in allen Bereichen auch hier einen Mangel an politischem Führungswillen in Baden-Württemberg, kritisiert Mentrup. Laut Friedrich werden deshalb viele Untersuchungen noch doppelt und dreifach getätigt.
Dem stimmten die Bürgerinnen und Bürger zu. In Skandinavien zum Beispiel gebe es viel weniger Fachärzte bei vergleichbaren Krankheitsraten und dort seien die Gesundheitskosten insgesamt geringer. Selbstkritisch betrachteten sich die Teilnehmer der Podiumsdiskussion auch in der Rolle des Patienten. Laut Statistik sind diee Deutschen „Weltmeister im Arztbesuch“ mit durchschnittlich 18 Arztterminen im Jahr. „Wir betreiben einen zu hohen Aufwand“, merkte ein Bürger an. Insgesamt wurde deutlich, dass die Besucherinnen und Besucher durchaus Verantwortung übernehmen wollen. So interessierten sie sich auch dafür, was sie selbst für ihre Gesundheit tun und wo sie einsparen können.
Keine Drei-Klassen-Medizin!
Dennoch bedürfe es am Ende politischer Verantwortung und entsprechender klarer Entscheidungen, betonte Mentrup in seinem Schlusswort: „Jeder Mensch sollte im Gesundheitswesen die selben Rechte haben und die selbe medizinische Versorgungsqualität in Anspruch nehmen können!“ Das war eine klare Absage an die Zwei- oder gar Drei-Klassen-Medizin, wie sie mit dem neuen Vorkasse-Modell droht.
Homepage Dr. Frank Mentrup MdL
hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.
(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)
Rotes aus der Ortenau
findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de
03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen
23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen
20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen
18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen
18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen
Ein Service von info.websozis.de