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Die Krise ist kein Betriebsunfall

Veröffentlicht am 22.05.2009 in Bundespolitik

Die Bundestagswahl entscheidet über die Richtung, mit der unser Land ins neue Jahrzehnt geht. Dies betonte SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier. Dabei werden die Unterschiede zwischen den Volksparteien immer klarer, denn "die Wirtschaftskrise wirkt wie ein Kontrastmittel".

Die SPD steht für eine gründliche Reform der Finanz- und Wirtschaftsregeln - "hin zu einer verantwortlich und langfristig denkenden Wirtschaft und Gesellschaft", betonte Steinmeier im Interview mit der Welt am Sonntag. Die Union halte die gegenwärtige Krise dagegen für einen Betriebsunfall. "Frei nach dem Motto: Wenn dieser Spuk vorbei ist, funktioniert alles wieder wie früher. Das ist ein fataler Irrtum."

In der Krise zeige sich folgenschwer, "wie lange die Unionsparteien ihre programmatischen Klärungen versäumt, ja verweigert haben", stellte der Vizekanzler fest. "Darum fehlt der CDU und erst recht der CSU jetzt der Kompass, um unser Land durch diese schwierige Zeit zu führen." Die Sozialdemokratie werbe im Wahlkampf "mit den besseren Rezepten gegen die Wirtschaftskrise und für eine gerechte weltoffene Gesellschaft", so Steinmeier.

"Die letzten Monate haben deutlich gemacht: Wir wissen, wohin wir wollen, in der Union geht es munter durcheinander".

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