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Zukunftsinvestition Bildung

Veröffentlicht am 21.07.2015 in Pressemitteilungen

Bammental mit der ersten Gemeinschaftsschule des Landtagswahlkreises Sinsheim war der Ort der Wahl: MdL Thomas Funk, SPD, und der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Stefan Fulst-Blei hatten hierher zu einer Bildungskonferenz eingeladen.

Die Diskussionsleitung übernahm Wencke Rose-Zimmermann von der Bammentaler SPD. Einleitend betonte Thomas Funk, dass in der Bildungspolitik Flexibilität notwendig sei, um auf gesellschaftliche Veränderungsprozesse zu reagieren.

Fulst-Blei begann seine Ausführungen mit einem Rückblick: Der Kassensturz zu Beginn der Regierung von Grün-Rot 2011 habe eine beträchtliche Deckungslücke ergeben, die steigende Zahl von Pensionären und die damit verbundene Kostensteigerung war nicht berücksichtigt und von der alten Regierung nicht durchfinanziert.

Dazu kam eine strukturelle Erblast mit fehlenden Krippenplätzen und dem drohenden Niedergang der Hauptschule, eine pädagogische Erblast ohne Lehrer-Stellen für Inklusion und einer denkbar schlechten Regelung der Krankheitsvertretungen. Zudem eine gesellschaftspolitische Erblast, die keine Chancengleichheit für unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen gewährleistete. Wichtigstes Ziel war es daher zunächst, hier mehr Durchlässigkeit zu erreichen, „mehr Chancengleichheit im Bildungsland Baden-Württemberg“, so Fulst-Blei.

Die Gemeinschaftsschule mit insgesamt 270 Standorten in Baden-Württemberg hat sich zum Erfolgsmodell entwickelt, der Stärken-Schwächen-Ausgleich des neuen Lernens führt zum Schulerfolg. Gleichzeitig können im Ländlichen Raum so Schulstandorte erhalten werden. In Bammental, so konnte Bürgermeister Holger Karl bestätigen, sind zum neuen Schuljahr 80 Fünftklässler angemeldet.

Zielvorstellung ist das Zwei-Säulen-Modell: bestehend aus Gemeinschaftsschule und Gymnasium.

Als weitere Aspekte der grün-roten Erfolgsbilanz nannte der Bildungsexperte: Keine Lehrerstellenstreichung, eine bessere Unterrichtsversorgung, 1780 Stellen für Inklusion, Stärkung der Realschule, der Volkshochschulen, des zweiten Bildungsweges und der beruflichen Bildung, der Sprachförderung für Kleinkinder (SPATZ), mehr Kinderbetreuung durch Tagesmütter, den U-3-Ausbau und 1400  zusätzliche Schulsozialarbeiter.

In der sich anschließenden regen Diskussion wurde breite Zustimmung deutlich. Auch kritische Stimmen fehlten naturgemäß nicht. Für die schwierigen Punkte erhofften sich die Teilnehmer Besserung durch die neue Realschule ab 2016.

G 9 bleibt zunächst auf die 44 bestehenden Standorte begrenzt

Thomas Funk sieht die Bildungspolitik auf gutem Wege, eine politische Wechselstimmung begegne ihm nicht zuletzt deshalb in seinen Gesprächen nicht. „Der schulische Weg ist heute schwieriger als früher. Es ist mehr Flexibilität notwendig, der Bildungserfolg muss künftig stärker unabhängig von der sozialen oder ethnischen Herkunft möglich sein. Auf dem Bildungsweg darf niemand verloren gehen“, beschrieb der Sinsheimer den für ihn zentralen sozialdemokratischen Aspekt.

„Unsere Ressource sind die Köpfe der Menschen“ gab Fulst-Blei den Anwesenden als Schlußwort mit auf den Heimweg.

Bildunterschrift (v.l.n.r.): Thomas Funk, Stefan Fulst-Blei, Wencke Rose-Zimmermann, Rüdiger Heigl, BM Holger Karl, Peter Fanta, Winfried Schimpf

 

Text: Maria Seuren / Bild: Maria Seuren

Homepage Dr. Stefan Fulst-Blei: Für Mannheim im Landtag von Baden-Württemberg

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