Landtagsabgeordnete Fulst-Blei und Röderer (beide SPD) informieren sich vor Ort über Schulwege
„Dass hier noch nichts Schlimmes passiert ist, grenzt an ein Wunder!“, sagt ein Vater, der zur Aktion „Sicherer Schulweg“ am ersten Schultag nach den Sommerferien vor die Alfred-Delp-Schule gekommen ist. Der SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Stefan Fulst-Blei hatte zusammen mit dem verkehrspolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Jan-Peter Röderer und dem SPD-Bezirksbeirat Peter Stegmeier vor Ort zum Austausch eingeladen. Kurz nach Schulschluss ist die Verkehrsdichte hoch. Fulst-Blei fällt direkt ein sogenanntes Eltern-Taxi auf, das kurz vor der Fußgängerampel scharf abbremsen muss, um noch ein Kinder über die Straße zu lassen, um dann mit Vollgas davon zu fahren. Insgesamt ist die Verkehrsführung an der Waldpforte gerade für Kinder mit Fahrrad eher schwierig und unübersichtlich. „Besonders morgens, wenn viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto in die Schule bringen“, berichtet Schulleiter Eike Bauer, der selbst vorbeikommt und sich für den Blick auf die Situation vor Ort bedankt. Konrektorin Carmen Kocer bestätigt, dass es besonders gefährlich sei, wenn einige Eltern mit teils rücksichtsloser Fahrweise die Kinder am liebsten bis ins Schulgebäude hineinfahren würden, manchmal noch nicht mal angeschnallt.
Der besorgte Vater aus der Gartenstadt schildert weiter, dass es unverständlich sei, dass beispielsweise an der Karlsternstraße weder Beschilderungen noch rote Markierungen Autofahrer eindeutig darauf hinweisen, dass ein Fahrradweg hier verläuft. Doch dies sei kein Einzelfall. An zahlreichen weiteren Radwegen über Straßenkreuzungen fehlt die rote Markierung in der Gartenstadt, sagt auch Peter Stegmaier. „Ich fahre selbst viel mit dem Fahrrad und verstehe daher die Sorgen der Eltern, die dann vielleicht dazu führen, eher das Kind mit dem Auto zu bringen als es alleine mit dem Fahrrad fahren zu lassen, wenn die Stecke zur Schule zu Fuß zu weit ist. Eine sicherere Gestaltung der Radwege würde Eltern-Taxis unnötig machen. Dafür werde ich mich bei der Stadt einsetzen“, verspricht Fulst-Blei.
Jan-Peter Röderer schaut sich die genannte Stelle, die sich in der Nähe der Schule befindet, direkt an. „Eigentlich dürfte es laut Straßenverkehrsordnung diese Stelle so gar nicht geben. Eine Nutzung dieses Radweges in beide Richtungen ist ohne zusätzliche Kennzeichnung nicht zulässig. Im Landesprogramm ‚Movers‘ gibt es sogar Gelder, um Schulwege sicherer zu machen. Das könnte man an dieser Stelle gut einsetzen“, so Röderer. Die SPD-Landtagsfraktion setzt sich außerdem dafür ein, dass die landesweiten Radwegnetze besser ausgebaut werden. Ein Teilstück könnte die Verbindung zwischen der Gartenstadt und Franklin durch den Käfertaler Wald sein. Die Straße gleicht aktuell aber mehr einer Buckelpiste, wie Bezirksbeirat Stegmaier bedauert. Mit einer solchen gut ausgebauten Radstrecke mit sicherer Beleuchtung würden vielleicht auch einige Eltern-Taxis weniger fahren.
Bildunterschrift: v.l.n.r. Konrektorin Carmen Kocer, Stefan Fulst-Blei, Jan-Peter Röderer, Peter Stegmeier und Schulleiter Eike Bauer im Gespräch.
Bildquelle: Büro Röderer