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Wolfgang Thierse besucht den Spargelwahlkreis

Veröffentlicht am 18.07.2013 in Veranstaltungen

Schwetzingen. „Wer 15 Jahre im Bundestagspräsidium ist, der muss doch auch einmal in den schönsten Bundestagswahlkreis kommen: Willkommen in Bruchsal-Schwetzingen, lieber Wolfgang.“ SPD-Bundestagskandidat Daniel Born fand diese persönlichen Worte zum Besuch des Bundestagsvizepräsidenten Wolfgang Thierse in Schwetzingen und brachte damit seine Freude über dieses Treffen mit einem – so der 37-jährige Bundestagskandidat – „großen persönlichen und politischen Vorbild“ wie auch einmal mehr seinen Stolz auf den Spargelwahlkreis zum Ausdruck.

Thierses Besuchsprogramm begann zunächst mit einem Informationsgespräch über alles was das Leben in Schwetzingen ausmacht: die Situation der Familien, die Anliegen der Pendlerinnen und Pendler, die Wirtschaftsstruktur – aber auch Spargel, Schloss und Mozart. Ein erster Höhepunkt war der Eintrag ins goldene Buch der Stadt. Mit den Zeilen „Ich komme auf den Geschmack, also komme ich (hoffentlich) wieder“ griff Thierse die Schwetzinger Lebensfreude in seiner Notiz auf und nutze beim anschließenden Pressegespräch die Möglichkeit, sich für die freundliche Atmosphäre zu bedanken.

Am Abend fand im Palais Hirsch eine vom AK Christen in der SPD und von der SPD Schwetzingen veranstaltete Diskussion mit Wolfgang Thierse und Daniel Born zum Thema „Staat und Religion“ statt. In dem voll besetzten Saal wurden Fragen rund um Beschneidungsdebatte, Kirchensteuer, Pflege und gesellschaftlicher Zusammenhalt angesprochen.

Beide Politiker betonten, dass sie als überzeugte Christen für eine klare Trennung von Kirche und Staat eintreten aber sich auch der Bedeutung ihres christlicher Glaubens für ihr politisches Handeln bewusst sind.

Thierse ging sehr ausführlich auf die Bedeutung des Miteinanders der verschiedenen Weltanschauungen und Glaubensrichtungen in Deutschland ein. Es sei wichtig, dass man tolerant sei, auch im Erdulden von Kritik. Wo Menschen aber verunglimpft und verächtlich gemacht würden, da soll auch mit juristischen Mitteln Widerstand möglich sein. Überzeugungen und Glaube, so Thierse, wird weiter gebraucht. Er habe in der DDR eine Allmacht des Politischen, und in den letzten Jahren oftmals eine Allmacht des Ökonomischen erlebt. Beides sei falsch und führe in die Irre.

Born erneuerte im Verlauf der Diskussion seine Forderung nach einem Branchentarifvertrag für die Pflege. Niemand grabe Diakonie und Caritas ihre besondere Dienstgeberstellung ab, wenn man erwarte, dass sich alle Beteiligten an einen Tisch setzen und die Gültigkeit von Arbeitnehmergrundrechten für alle Beschäftigten in der Pflege garantiert werden.

Für Wolfgang Thierse war der Besuch in Schwetzingen einer der letzten Termine als Berufspolitiker. Mit der Neuwahl des Bundestages verlässt der langjährige SPD-Spitzenpolitiker das Parlament.

Homepage Daniel Born

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