Der Offenburger Gemeinderat war nicht mutig genug, in Offenburg einen Mietspiegel einzuführen. Der Antrag der SPD-Fraktion hierzu wurde abgelehnt. Der SPD Ortsverein bedauert, dass der Gemeinderat einmal mehr die Chance vertan hat, für mehr Transparenz im Wohnungsmarkt zu sorgen.
Bislang wurde die Diskussion viel zu sehr auf die Vermeidung von Rechtsstreitigkeiten - also gerichtliche Verfahren über Mietpreiserhöhungen - reduziert. Dazu kann ein Mietspiegel sicherlich ganz erheblich beitragen, aber mindestens genauso wichtig ist, dass er für Preistransparenz auf dem Wohnungsmarkt sorgt.
Dabei ist das Argument, dass ein Mietspiegel sogar zu Preiserhöhungen führen würde an den Haaren herbeigezogen. Noch nie hat die Transparenz von Preisen zu einer Preiserhöhung geführt, sondern Transparenz führt grundsätzlich zu besserer Information - sowohl für die potentiellen Mieter, aber natürlich auch für die Vermieter.
Wieso die Stadtverwaltung diesen erheblichen Mehrwert nicht zu erkennen vermag ist unverständlich. Ebenso unverständlich ist das Abstimmungsverhalten der Mehrheit der Offenburger Gemeinderäte.
Mit freundlichen Grüßen
SPD Ortsverein Offenburg
Ulrike Weidt, Vorsitzende