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Weniger Drogentote in Baden-Württemberg

Veröffentlicht am 17.01.2013 in Landespolitik

Bild: Arno Bachert / pixelio.de

Der rückläufige Trend bei den Drogenopfern hat sich auch 2012 fortgesetzt. Nach der vorläufigen Bilanz des Innenministeriums wurden landesweit 121 Drogentote ermittelt – das sind 18 weniger als im Jahr 2011 und zudem der niedrigste Stand seit 1989. „Ich bin sehr froh darüber, dass im vergangenen Jahr erneut weniger Menschen ihre Sucht mit Ihrem Leben bezahlen mussten“, so Innenminister Reinhold Gall. Die höchste Todesrate bei Drogenabhängigen gab es im Jahr 2000 mit 287 Opfern.

Dies bedeute aber keineswegs Entwarnung, so der Innenminister. Während beispielsweise bei Heroin die Zahl der Todesfälle zurückgehe, würden zunehmend synthetische psychoaktive Substanzen auf den Markt kommen, deren Zusammensetzung anfangs unklar sei und die deswegen auch nicht gleich unter das Betäubungsmittelgesetz fallen würden. „Die Unberechenbarkeit und die gesundheitlichen Risiken dieser Drogen werden besonders bei jungen Konsumenten massiv unterschätzt“, betonte Gall und verwies dabei auf einen besonders tragischen Todesfall eines 16-jährigen Schülers. Unter Einfluss eines synthetischen Cannabinoids legte sich der Jugendliche auf ein Bahngleis und ließ sich von einem herannahenden Zug überrollen.

Prävention stärken

Um dieser Entwicklung entgegenzutreten seien gesetzgeberische Maßnahmen allein nicht ausreichend, vielmehr müsse beharrlich über die Gefahren der vermeintlich harmlosen Drogen aufgeklärt und das Bewusstsein junger Menschen dafür gestärkt werden. „Mein Ziel ist, dass unsere Kinder und Jugendlichen im entscheidenden Moment „Nein“ zu Drogen sagen“, hob der Innenminister hervor. Die Polizei wolle dabei mit Kommunen, Suchthilfeeinrichtungen, Schulen, Vereinen, Suchtbeauftragten und Eltern an einem Strang ziehen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Innenministeriums

Homepage Reinhold Gall MdL

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