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„Wenig Unrechtsbewusstsein beim Konsum von Cannabis und Amphetaminen“

Veröffentlicht am 24.03.2016 in Pressemitteilungen

SPD-Bundestagsabgeordneter Johannes Fechner besuchte anlässlich des jüngsten Berichts des Bundeskriminalamts zur steigendenden Anzahl der Drogentoten in Deutschland die Drogenhilfe Lahr, (bwlv)  um sich vor Ort ein Bild zu machen. Fechner interessierte sich sehr für die Einschätzung der Experten bezüglich Kräutermischungen, sogenannten „Legal Highs“, über die in Kürze im Bundestag beraten werden soll. Hermann Gilsbach, Leiter der Beratungsstelle, und seine Mitarbeiter Silvia Liebherr und Stephan Lindner stellten das Arbeitsfeld der Drogenhilfe Lahr vor, nannten relevante Zahlen und informierten den Bundestagsabgeordneten über die aktuellen Problemlagen. 

„Jede fünfte Person, die zu uns kommt, ist jünger als 24 Jahre, das Durchschnittsalter liegt bei etwa 30 Jahren“, sagte Gilsbach. 513 Personen seien im letzten Jahr gekommen, darunter rund 200 Substituierte. Ein großes Thema sei Cannabis, gerade bei den Jüngeren, hier sehe man veränderte Konsumgewohnheiten. Es bleibe oft nicht nur beim Cannabis, sondern zusätzlich werden Amphetamine und die von Fechner angesprochenen „Legal Highs“ konsumiert. „Ein Unrechtsbewusstsein haben die meisten Jugendlichen beim Konsum nicht, sie verweisen oft auf den legalen Alkohol“, berichtet Silvia Liebherr. Schwerstabhängige konsumieren bis zu 5 Gramm Cannabis am Tag, über die Nebenwirkungen machen sich die Jugendlichen kaum Gedanken. Dies trifft auch auf die „Legal Highs“ zu, deren chemische Zusammensetzung sich ständig ändert und  zu schweren Psychosen führen kann. 
Von Fechner auf die Beratungserfolge der Einrichtung angesprochen war sich Gilsbach mit seinen Mitarbeitern einig, dass die Messlatte hier nicht zu hoch gehängt werden dürfe: „Wir bieten Hilfe sehr niederschwellig an – den einen können wir in  eine Entgiftung und Therapie  vermitteln, andere in die Substitution führen – man muss in kleinen Schritten denken. Ich bin auch sehr froh, wenn wir Eltern beratend begleiten können, deren Kinder gerade in einer Probierphase sind!“

 

Homepage Dr. Johannes Fechner

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