Zufallsfoto

Weirauch verlangt Waffenverbot für Rechtsextremisten

Veröffentlicht am 28.03.2017 in Landespolitik

Rechtsextremisten soll der Besitz von Schusswaffen verboten werden. Diese Forderung hat der SPD-Obmann im NSU-Untersuchungsausschuss, Boris Weirauch, an die Landesregierung gerichtet. „Verfassungsfeinde dürfen keine Waffen besitzen – weder im Waffenschrank noch unter dem Kopfkissen“, sagte Weirauch.

Der Innenminister müsse mit den Mitteln seiner Rechts- und Fachaufsicht für eine sofortige Prüfung der erteilten Erlaubnisse durch die Waffenbehörden sorgen.

Anlass für Weirauchs Vorstoß sind Antworten von Innenminister Strobl in seiner Stellungnahme zu einem Parlamentsantrag der SPD (Drucksache 16/1706). Daraus geht hervor, dass aktuell 37 Rechtsextremisten aus Baden-Württemberg Inhaber einer waffenrechtlichen Erlaubnis sind. Dies will Weirauch so nicht hinnehmen: „37 Rechtsextremisten mit einer staatlichen Erlaubnis zum Waffenbesitz sind 37 zu viel.“

Es sei schlimm genug, wenn Extremisten sich illegal Waffen beschafften. „Dass sie aber sogar Waffen mit staatlicher Erlaubnis horten, ist ein Skandal. Verfassungsfeinden muss jedes Recht versagt werden, Waffen zu besitzen“, verlangte Weirauch.

Innenminister Strobl räume in seiner Stellungnahme selbst die Möglichkeit ein, Personen die Waffenerlaubnis zu versagen, wenn diese Bestrebungen verfolgen, die gegen die verfassungsmäßige Ordnung gerichtet sind. Nicht akzeptabel findet Weirauch, dass Strobl dennoch keinerlei Handlungsbedarf für sein Ministerium sieht, sondern die Verantwortung auf die Waffenbehörden auf Ebene der Stadt- und Landkreise abschiebe.

Strobl müsse hier über einen Erlass an die Waffenbehörden für Klarheit sorgen. Weirauch verwies auf eine entsprechende Regelung im Freistaat Sachsen. Das dortige Innenministerium habe etwa NPD-Mitgliedern die Zuverlässigkeit abgesprochen, Waffen zu besitzen.

„Warum Strobl dem Waffenbesitz von Rechtsextremisten nicht mit einer vergleichbaren Vorschrift einen Riegel vorschiebt, ist völlig unverständlich und nicht nachvollziehbar“, erklärte Weirauch.

Mit dem Verzicht auf ein hartes Durchgreifen gefährde Strobl die Sicherheit der Bevölkerung. Weirauch appellierte an den Innenminister, seine Haltung zu überdenken.

Homepage Dr. Boris Weirauch: Ihre starke Stimme im Landtag von Baden-Württemberg

Termine Gengenbach

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de