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Vereinsspitzen müssen sich von Fanparolen gegen die Polizei distanzieren

Veröffentlicht am 13.12.2019 in Landespolitik

Sascha Binder: „Es geht nicht an, dass Fußballfans in den Stadien mit Bannern zur Hetze und Gewalt gegen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte aufrufen“

SPD-Fraktionsvize Sascha Binder äußert sich nach der Sondersitzung des Innenausschusses zu den Fan-Vorfällen bei dem Bundesligaspiel VfB Stuttgart gegen den Karlsruher SC am 24. November 2019: „Ich erwarte von den Spitzen der beiden Vereine, dass sie sich endlich von den verbalen Angriffen gegen die Polizei distanzieren. Das ist ein längst überfälliger Schritt. Es ist aufs Schärfste zu verurteilen, wenn Fußballfans mit Gewalt und übelsten Beleidigungen auf einen Einsatz der Polizei reagieren, der für die Sicherheit aller Fußballfans sorgen sollte. Bis heute warte ich darauf, dass insbesondere der Präsident des KSC, der als Bundestagsabgeordneter selbst Mitglied eines Verfassungsorgans ist, seine Fans zur Ordnung ruft. Es geht nicht an, dass Fußballfans in den Stadien mit Bannern zur Hetze und Gewalt gegen Polizeibeamtinnen und –beamte aufrufen. Genauso ist es ein Unding, wenn Einsatzkräfte mit Pyrotechnik beworfen werden.“

„Alle anhängigen Verfahren zum Polizeieinsatz werden rechtsstaatlich durch Gerichte bearbeitet. So ist das in einem Rechtsstaat und das ist gut so. Der Innenminister muss endlich dafür sorgen, dass die DFL an den Kosten für Polizeieinsätze bei Hochrisikospielen in Baden-Württemberg beteiligt wird. Eine solche Beteiligung wäre ein Ansporn für Fußballvereine, sich noch stärker von Gewalttätern unter den Fans zu distanzieren und Präventionsmaßnahmen zu verstärken. Das Bundesverwaltungsgericht hat in einer Grundsatzentscheidung festgestellt, dass die Erhebung von Gebühren für Polizeieinsätze bei Hochrisikospielen verfassungskonform ist.“

Homepage Dr. Stefan Fulst-Blei: Für Mannheim im Landtag von Baden-Württemberg

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