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Unveränderter Unterrichtsausfall an beruflichen Schulen im Kreis

Veröffentlicht am 08.01.2008 in Pressemitteilungen

Pressemitteilung vom 08. Januar 2008
Ergebnis einer Anfrage des SPD-Landtagsabgeordneten Gunter Kaufmann im Kultusministerium

Der Unterrichtsausfall an den beruflichen Schulen im Landkreis Rastatt und im Stadtkreis Baden-Baden ist auch im laufenden Schuljahr 2007/2008 nicht zurückgegangen. Das musste das Kultusministerium nun in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage des SPD-Landtagsabgeordneten für den Wahlkreis Rastatt/Murgtal, Gunter Kaufmann, einräumen.

Demnach fallen nach den vorläufigen Ergebnissen über 4 Prozent der Unterrichtsstunden aus. Die meisten Fehlstunden in Prozent der Sollstunden gibt es an den beruflichen Schulen im Landkreis Rastatt mit 6,5 Prozent an der Gewerbeschule Bühl bzw. mit 6,0 Prozent an der Josef-Durler-Schule in Rastatt. An den beruflichen Schulen im Stadtkreis Baden-Baden liegt dieser Anteil bei 4,3 Prozent (Louis-Lepoix-Schule) bzw. bei 3,7 Prozent (Robert-Schumann-Schule). Die Fehlstunden entstehen überwiegend aufgrund von Krankheit oder Fortbildungen der Lehrkräfte.

Das Kultusministerium hat in der Antwort an den SPD-Parlamentarier zudem eingestehen müssen, dass „durch den unerwartet starken Anstieg der Schülerzahlen in den Teilzeit-Berufsschulen die Schulen zum Teil nach Schuljahresbeginn zusätzliche Klassen bilden mussten, für die keine zusätzliche Lehrkräfte zur Verfügung standen“.

An der Carl-Benz-Schule in Gaggenau hingegen seien zwar sieben Lehrkräfte altersbedingt ausgeschieden, dennoch sei die Unterrichtssituation nach Auskunft des Ministeriums gegenüber dem Vorjahr „nahezu unverändert“. Dem steht jedoch ein Schreiben der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) der Daimler AG Werk Rastatt gegenüber, wonach ein Teil der Berufsschulklassen erst im Dezember letzten Jahres wieder Blockunterricht haben konnte, damit andere Schüler ordnungsgemäß auf ihre vorgezogenen Abschlussprüfung vorbereiten werden konnten.

Gunter Kaufmann fordert die Landesregierung angesichts der aktuellen Zahlen nach wie vor auf, in den Bemühungen um eine bessere Lehrerversorgung nicht nachzulassen, da sich die Unterrichtssituation auf Landesebene ebenfalls nicht besser darstelle. Zwar hat das Ministerium in seiner Antwort nach den Worten des SPD-Parlamentariers zu Recht auf Umschichtungen von Lehrerstellen zugunsten des beruflichen Bereichs und die Öffnung für Seiteneinsteiger hingewiesen, diese reiche aber für ihn lange nicht aus. Nötig sei für Gunter Kaufmann vielmehr eine angemessene Bezahlung der Berufsschullehrer – wie übrigens auch die Angleichung der Gehälter für Hauptschullehrer an die von Realschullehrer – sowie die notwendigen Lehrerstellen.

Homepage Gunter Kaufmann

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