Bildungsexperte Stefan Fulst-Blei: „Der Trend zu einem höheren Schulabschluss ist ungebrochen und höhlt die überkommene Dreigliedrigkeit des Schulwesens von innen aus“
Die am Montag (27.01.2014) vorgestellten Übergangszahlen in die weiterführenden Schulen stützen aus Sicht des SPD-Bildungsexperten Stefan Fulst-Blei ganz klar die von Grün-Rot eingeleiteten Schulreformen. „Der Trend zu einem höheren Schulabschluss ist ungebrochen und höhlt die überkommene Dreigliedrigkeit des Schulwesens von innen aus“, sagte Fulst-Blei. Das Schulwahlverhalten sowie die weiterhin rückläufigen Schülerzahlen belegten, dass es richtig ist, in Baden-Württemberg die Dreigliedrigkeit zu überwinden. Diese Zeichen der Zeit sollte auch die CDU er- und anerkennen, so Fulst-Blei.
Baden-Württemberg brauche neben dem Gymnasium daher eine integrative Schulart, die in der Lage ist, mit der steigenden Leistungsheterogenität der Schülerinnen und Schüler verantwortungsvoll umzugehen und diese entsprechend ihrem Leistungsvermögen zu einem optimalen Schulabschluss zu führen. „Mit der Gemeinschaftsschule haben wir eine Schulart eingeführt, die dies erreichen kann. Der steigende Zuspruch bei den Anmeldezahlen bestätigt dies“, sagte Fulst-Blei.
Zugleich müsse man mit den Kollegien der Realschulen sprechen, ob die bisherigen pädagogischen Förderkonzepte ausreichten. Denn die Realschulen könnten aufgrund der Zusammensetzung ihrer Schüler bereits als Gemeinschaftsschule bezeichnet werden.


