Zufallsfoto

Stoch: „Genossenschaftsbanken und Sparkassen trifft keine Schuld!“

Veröffentlicht am 01.04.2010 in Pressemitteilungen

SPD-Fraktion bringt parlamentarischen Antrag in den Landtag ein, in dem die Landesregierung aufgefordert wird, über den Bundesrat darauf hinzuwirken, dass Genossenschaftsbanken und Sparkassen von der geplanten Bankenabgabe ausgenommen werden.

Die Bundesregierung hat am 31. März 2010 ein Eckpunktepapier zur Finanzmarktregulierung beschlossen. Ein wesentlicher Punkt ist der Aufbau eines Stabilitäts-Fonds, der durch eine jährliche Sonderabgabe von allen deutschen Kreditinstituten finanziert werden soll. Er soll bei eventuellen künftigen Finanzmarktkrisen helfen, finanzielle Mittel aus dem Bankensektor zur Stabilisierung der Institute zur Verfügung zu haben.

Dem Grundgedanken für eine Bankenabgabe kann der SPD-Landtagsabgeordnete Andreas Stoch nur zustimmen: „Private Groß- und Landesbanken in Deutschland wurden in den letzten Jahren mit vielen Milliarden Euro Steuergeldern stabilisiert, um einen Zusammenbruch dieser systemrelevanten Kreditinstitute zu verhindern. Der Steuerzahler musste dabei für Fehler, Versäumnisse und riskante Spekulationen dieser Institute einstehen. Deshalb ist es nur richtig, wenn diese Institute nun auch zur Finanzierung von Finanzmarktrisiken mit herangezogen werden.“

Allerdings sollte dabei das Verursacherprinzip gelten. Es sei nicht einzusehen, dass auch die Genossenschaftsbanken und Sparkassen mit der Bankenabgabe belastet werden, schließlich treffe diese an Finanzkrise keinerlei Schuld, meint Stoch. Die Eckpunkte zur Finanzmarktregulierung sehen aber bislang genau dieses vor. Zwar soll die Abgabe nach systemischem Risiko gestaffelt werden, aber auch die Genossenschaftsbanken und Sparkassen sollen zu Sonderabgaben verpflichtet werden.

Es waren aber bekanntlich nicht diese regional tätigen Kreditinstitute, die die Finanzmarktkrise verursacht haben und mit Steuergeldern gerettet werden mussten. Auch verfügen diese beiden Institute über ausreichende gruppeninterne Sicherungssysteme. Eine zusätzliche finanzielle Belastung durch eine Bankenabgabe von jährlich 50 bis 70 Millionen Euro berge die Gefahr, dass die Kreditvergabe an die mittelständische Wirtschaft zusätzlich eingeschränkt werde und die Kreditklemme weiter verschärft würde. Diese Maßnahme sei deswegen mehr als schädlich für die regional ohnehin angegriffene Wirtschaft, appelliert Stoch.

Homepage Andreas Stoch

Termine Gengenbach

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de