Zufallsfoto

Stoch einstimmig zur Kandidatur für Landtagswahl gewählt

Veröffentlicht am 18.06.2010 in Wahlen

MdL Andreas Stoch (li.) mit seinem Ersatzkandidaten Gerd Schaible

Am Mittwoch, den 16. Juni 2010, wurde Andreas Stoch von den SPD-Wahlkreismitgliedern einstimmig (keine Gegenstimme bei lediglich einer Enthaltung) zum Erstkandidaten seiner Partei im Wahlkreis Heidenheim für die Landtagswahlen im März 2011 nominiert. Auch Zweitkandidat Gerd Schaible wurde mit sehr großer Mehrheit gewählt.

Der 40-jährige Stoch ist in Giengen geboren und hat mit seiner Frau vier Kinder im Alter von 4 bis 11 Jahren. Als Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung studierte er Jura in Heidelberg und Tübingen und arbeitet seit zwölf Jahren als selbstständiger Rechtsanwalt in Heidenheim. 1990 schloss er sich den Sozialdemokraten an und wurde 2001 ihr Vorsitzender im Landkreis Heidenheim. 2006 kandidierte er als Ersatzkandidat von Wolfgang Staiger für den baden-württembergischen Landtag. Letztes Jahr übernahm der das Landtagsmandat, das Wolfgang Staiger niedergelegt hatte. Im Landtag und der Fraktion übernahm er schnell Verantwortung: Er ist stellvertretender Vorsitzender des Ständigen Ausschusses des Landtags und Sprecher für Datenschutz und Medienpolitik in der SPD-Fraktion.

Stoch kritisierte in seiner Rede an die Wahlkreismitglieder die Politik der schwarz-gelben Bundesregierung: „Die Wunschkoalition im Bund ist handlungsunfähig und betreibt eine Politik der sozialen Kälte, die die Gesellschaft spaltet.“ Die Menschen seien es leid, dass die Regierungsparteien sich mehr mit sich selbst beschäftigten, als sich um die immensen Probleme im Land zu kümmern. Diese Regierung sei unfähig, den Menschen das zurückzugeben, was sie jetzt am meisten brauchen, nämlich Zuversicht und das Vertrauen, dass in der Politik nach gesellschaftlich gerechten Lösungen gesucht wird.

Die gleichfarbige Landesregierung, insbesondere Ministerpräsident Mappus, unterstütze diese Politik in Berlin und setze darüber hinaus völlig falsche Akzente. Mappus wolle unbedingt die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke gegen den Willen der Bevölkerungsmehrheit durchsetzen und behindere dadurch den Erhalt und die Schaffung tausender Arbeitsplätze im Bereich der erneuerbaren Energien. Die Landesregierung zeige nicht nur in diesem Punkt ihre geringe Wirtschaftskompetenz. Die habe nämlich der, der im Zusammenwirken mit Unternehmen und Gewerkschaften Arbeit schaffe, von der die Menschen auch leben können, und nicht, wer eine immer weitere Deregulierung des Arbeitsmarktes fordere. „Die Menschen brauchen gute Arbeit, um für sich und ihre Familien positiv in die Zukunft schauen zu können“, forderte Stoch. Gerade dabei spiele auch die Bildungspolitik eine große Rolle. Es sei ungerecht, wenn Kinder mit einem unterschiedlichen familiären Hintergrund nicht die gleichen Chancen erhalten und nach gut drei Jahren in den Grundschulen deswegen selektiert würden. Der Landtagsabgeordnete rief den Sozialdemokraten zu: „Wir müssen es schaffen, dass in unserem Bildungssystem jeder seinen Begabungen entsprechend die Möglichkeit bekommt, seine Hoffnungen auf einen Berufs- oder Studienabschluss zu erfüllen.“

Die Kritik an der Landesregierung möchte Stoch nicht als Schlechtreden des Landes verstanden wissen. Baden-Württemberg stehe in vielen Statistiken weit oben und sei Vorbild für andere Bundesländer. Dabei ist es ihm wichtig klarzustellen, dass das so ist, weil die Menschen hier kreativ, fleißig und sehr gewissenhaft seien. Das Land könnte noch viel besser dastehen, wenn eine Regierung im Amt wäre, die die Probleme beim Namen nennen und lösen würde. „Wer sich die Realität ständig schön redet, wie Ministerpräsident Mappus es derzeit tut, wird Probleme nicht lösen können“, konstatierte der Landtagsabgeordnete.

Bezogen auf den Wahlkreis sei es wichtig, dass gerade auch bei den Straßenbaumitteln Heidenheim von Stuttgart nicht vergessen werde und die dringend notwendigen Sanierungs- und Baumaßnahmen zeitnah umgesetzt würden. Konkret sprach Stoch auch den zweiten Bauabschnitt am Klinikum Heidenheim an. Hier müsse das Land in Zeiten knapper kommunaler Kassen die notwendigen Finanzhilfen zur Verfügung stellen. Auch die Weiterentwicklung der Bildungslandschaft im Landkreis habe große Bedeutung, um der negativen Bevölkerungsentwicklung entgegenzuwirken. „Wir müssen die qualifizierten Arbeitskräfte bei uns hier im Landkreis halten“, mahnte Stoch.

Unterstützt wird Andreas Stoch vom 47-jährigen Gerd Schaible, Betriebswirt und Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der J. M. Voith GmbH, als Ersatzbewerber. Schaible umriss seine Vorstellungen von einer gerechten Gesellschaft, in der es für die Menschen möglich sein müsse, mit ihrem Verdienst ihre Familie zu versorgen. Der Ausbreitung von tariflosen und Billigarbeitsverhältnissen, ohne einen Mindestlohn und ohne eine Perspektive erteilte Schaible eine klare Absage. Die Kreismitgliederversammlung quittierte diese Rede mit einem überragenden Wahlergebnis für den freigestellten Betriebsrat.

Abschließend dankte Andreas Stoch den Mitgliedern der SPD: „Ich freue mich auf den gemeinsamen Wahlkampf. Die SPD ist die einzige politische Kraft, die das Visionäre mit dem Machbaren verbinden kann.“ Mit stehendem Applaus quittierten die Veranstaltungsteilnehmer Stochs mitreißende Rede.

Weitere Fotos unter der Rubrik "Bildergalerie".

Homepage Andreas Stoch

Termine Gengenbach

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de