Claus Schmiedel: „Mit dem krampfhaften Versuch, eine Mücke zu einem Elefanten aufzublasen, hat Herr Wolf ein Eigentor geschossen. Die Gemeinschaftsschule bleibt eine Schulart mit Zukunft“.
Claus Schmiedel: „Mit dem krampfhaften Versuch, eine Mücke zu einem Elefanten aufzublasen, hat Herr Wolf ein Eigentor geschossen. Die Gemeinschaftsschule bleibt eine Schulart mit Zukunft“.
Nach der von der beauftragten Forschergruppe zur wissenschaftlichen Begleitung der Gemeinschaftsschule heute veröffentlichten Richtigstellung ist für SPD-Fraktionschef Claus Schmiedel offenkundig, dass sich die daran aufgehängte Kritik an der Gemeinschaftsschule als Rohrkrepierer entpuppt. „Mit dem krampfhaften Versuch, eine Mücke zu einem Elefanten aufzublasen, hat Herr Wolf ein Eigentor geschossen“, tadelte Schmiedel. Die Gemeinschaftsschule bleibe eine Schulart mit großartiger Zukunft.
Für Aufregung hatte ein Beitrag in der FAZ vom 16.08.2015 gesorgt, der aus einer vermeintlich vom Kultusministerium unter Verschluss gehaltenen Studie zitierte. Nun hat das mit der Evaluation betraute Forscherteam klargestellt, dass es sich bei dem Papier um ein internes Gutachten für eine Einzelschule handele, das zu keinem Zeitpunkt dem Kultusministerium bekannt war und ausschließlich für schulinterne Qualitätsentwicklungsprozesse der Schule bereits im November 2014 zur Verfügung gestellt wurde. Ferner betonen die Forscher, dass ein vollständiger Abschlussbericht, der valide Rückschlüsse auf die Praxis der Gemeinschaftsschule in Baden-Württemberg zulässt, erst im Frühjahr 2016 fertig gestellt sei.
Schmiedel bezeichnete es vor diesem Hintergrund als „Populismus pur“, wenn Wolf auf der Basis einer Fallstudie zu einer Klassenstufe an einer einzigen Schule eine ganze Schulart in den Dreck zu ziehen versuche. „Auch in anderen Schularten ist nicht in jeder Klasse und Schule alles Gold, was glänzt. Aber deswegen kommt ja niemand, auch die CDU nicht, auf die Idee, gleich die ganze Schulart in Zweifel zu ziehen“, so Schmiedel.
Der SPD-Politiker warf Wolf vor, mit seinem Genörgel gegenüber der Gemeinschaftsschule eine Kampfansage an den ländlichen Raum zu betreiben. Dort wisse man aber, dass es nur mit der Gemeinschaftsschule gelingen wird, wohnortnah eine Schulart anzubieten, an der alle Abschlüsse abgelegt werden können.
„Während Wolf noch seinen Lausbubenkrieg gegen die Gemeinschaftsschule führt, sind Kommunalpolitiker und Rathauschefs der CDU in der Fläche längst mit Begeisterung zu dieser neuen, zukunftsweisenden Schulart übergelaufen“, betonte Schmiedel.
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(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)
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