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Steigender Jugendkriminalität nicht tatenlos zusehen

Veröffentlicht am 28.10.2008 in Landespolitik

Als Alarmsignal wertet die SPD die neuesten Zahlen zur Jugendkriminalität. "Der Anstieg der Jugendkriminalität auf einen neuen Höchststand muss die Landesregierung dazu bewegen, ihre Jugendpolitik zu überdenken. Damit junge Leute nicht ins kriminelle Fahrwasser abrutschen, brauchen sie frühzeitig Unterstützung", forderte Reinhold Gall, Parlamentarischer Geschäftsführer und innenpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion. Es zeuge von einer realitätsfernen Wahrnehmung, wenn Justizminister Goll die steigenden Zahlen gleichsam monokausal auf ein sensibleres Anzeigeverhalten zurückführe.

Oberstes Ziel müsse es deshalb sein, durch ein starkes soziales Netz, durch bessere Integration und konkrete Hilfen für Familien der Entstehung von Kriminalität von Anfang an entgegen zu wirken. Dazu gehöre auch der Wiedereinstieg des Landes in die anteilige Förderung der Schulsozialarbeit.

Reinhold Gall: "Bevor die Abstumpfungsspirale gegen Gewalt wirksam wird, müssen wir Familien darin unterstützen, ihren Kindern gesellschaftliche Werte und Regeln, nicht zuletzt soziale Kompetenz, zu vermitteln."

Verstärkte finanzielle Anstrengungen, um allen Heranwachsenden - gerade auch mit Migrationshintergrund - gerechte Teilhabe an Bildungschancen und berufliche Perspektiven anbieten zu können, seien gut angelegte Investitionen in die Zukunft. "Jeder Euro, den wir hier gegen Orientierungslosigkeit und Perspektivlosigkeit investieren, zahlt sich später doppelt und dreifach aus."

Eine entscheidende Rolle bei der Bekämpfung der Jugendkriminalität komme der polizeilichen Kriminalprävention zu. "Die Polizei erzielt beachtliche Erfolge, aber die langfristig steigenden Zahlen der Jugendkriminalität zeigen deutlich, dass diese Arbeit verstärkt werden muss." Den kommunalen Projekten müsse finanzielle Planungssicherheit gegeben und die Ausstattung mit hinreichend Personal sichergestellt werden.

Homepage Reinhold Gall MdL

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