Erst Ende Januar hat das Land das Rahmenpapier für die Erzieher- und Erzieherinnenausbildung verabschiedet und bereits Mitte April legt uns die Stadtverwaltung eine Beschlussvorlage zur Umsetzung vor. Das ist beeindruckend. Frau Bürgermeisterin Dr. Freundlieb hat Wort gehalten, die Verwaltung schnell und gut gearbeitet! Grund für das deutliche Lob ist die April-Sitzung des Ausschusses für Bildung, Jugend und Gesundheit der Stadt Mannheim. Unter dem Titel "Regelungen zur Praxisorientierten Ausbildung Erzieher/in (PIA)" steht der Beschluss zur Einrichtung einer Art dualisierten Ausbildung an. Ich hatte ja im Juli 2011 eine Anfrage an die Landesregierung gestellt, wie das Land dem eklatanten Fachkräftemangel in der Kleinkindbetreuung begegnen wolle. Staatssekretär Dr. Mentrup hatte in der entsprechenden Antwort damals die Einrichtung einer Ausbildung in Aussicht gestellt, welche sich insbesondere durch neu definierte Praxiszeiten und dem Zahlen einer Ausbildungsvergütung auszeichnet. Hierdurch sollen mehr Interessierte für den Ausbildungsgang gewonnen werden, der aber auch in Zukunft nicht dem Berufsbildungsgesetz unterliegen wird. In Mannheim werden jetzt am Fröbelseminar der Helene-Lange-Schule 25 Schüler/innen im Rahmen einer Klasse zusätzlich ausgebildet. Die Kosten für die Stadt steigern sich bis 2014 fortfolgende auf dann 590.220,- € pro Jahr. Die Ausbildungsvergütung entspricht dem Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst und beträgt im ersten Jahr € 703,26 brutto. Die praktische Ausbildung umfasst 1.800 Stunden. Angehende Erzieherinnen und Erzieher schließen einen Ausbildungsvertrag mit der Stadt Mannheim ab. Stadträtin Lena Kamrad betonte: "Wir haben immer gesagt, dass ein Ausbau der Kleinkindbetreuung nicht am Willen, finanzielle Mittel bereit zu stellen, scheitert. Unser Dank gilt aber auch der Landesregierung, die diesen neuen Ausbildungsgang schnell realisiert hat und die entsprechenden Lehrkräfte bereitstellt." Kamrad zufolge hat das Land damit das Versprechen eingehalten, umgehend Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel einzuleiten.


