Zufallsfoto

Stadt weist Petition an Landtag zurück

Veröffentlicht am 21.05.2014 in Presseecho

Mit zwei Petitionen an den Landtag versucht die Bürgerinitiative, den Abriss des Mitzlaff-Baus und den Neubau der Kunsthalle zu verhindern. Das geht aus einer Erklärung der Stadt hervor, die dem "MM" vorliegt. Darin weist das Rechtsamt die Vorwürfe detailliert zurück. Wann der Landtag über die Petition entscheidet, ist unklar. Zumindest äußerlich sichtbare Abrissarbeiten wird es aber vorher nicht geben.

"Solange eine Petition anhängig ist, herrscht ein Stillhalteabkommen", informiert Landtagsabgeordnete Helen Heberer (SPD) den "MM" auf Anfrage. Zunächst gelte dieses Abkommen in Petitionsverfahren zwar zwischen Landtag und Landesbehörden. Kommunen seien als Träger der Planungshoheit nicht daran gebunden, Stiftungen als Bauträger wohl auch nicht. Im Rathaus hat man sich aber dennoch festgelegt, die Bagger erst rollen zu lassen, wenn das Verfahren beendet ist.

Eigentlich haben Ministerien zwei Monate Zeit für ihre Stellungnahme, wobei beim Thema Kunsthalle drei Häuser - wegen der Landeszuschüsse, wegen Denkmalschutz und Kommunalrecht - betroffen sind. Über das Regierungspräsidium wurde die Stadt zur Stellungnahme aufgefordert.

Im Rathaus hofft man, dass das Thema schon bei der nächsten Sitzung des Ausschusses am 4. Juni und nicht erst am 14. Juli behandelt wird. Dann kommt die Sommerpause. Heberer will sich bei der Ausschussvorsitzenden dafür einsetzen, dass die Petition in der nächsten Sitzung behandelt wird, kündigte sie an. "Die Stadt hat die geäußerten Kritikpunkte eingehend geprüft und kommt zu dem Ergebnis, dass der Neubau der Kunsthalle wie geplant realisiert werden kann", heißt es in der Stellungnahme aus dem Rathaus. "Nach der gegebenen Sach- und Rechtslage" könne die Petition keinen Erfolg haben, heißt es.

Die Bürgerinitiative will, wie mehrfach berichtet, den Mitzlaff-Bau als Skulpturenmuseum erhalten - trotz "schwerwiegender bauphysikalischer, klimatechnischer, funktionaler und nicht zuletzt ästhetischer Mängel der jetzigen Gebäudesubstanz", so die Stadt. Vorwürfe erhebt die Initiative gegenüber Stadt und Stiftung vor allem im Hinblick auf Fragen der Finanzierung und prognostiziert eine Steigerung der Kosten zulasten des städtischen Haushalts. Sie sieht die Forderung nach städtebaulicher Einbindung des Neubaus in das Jugendstilensemble rund um den Wasserturm nicht erfüllt und dadurch Vorschriften des Denkmalschutzes verletzt.

Die Stadt weist dies zurück. "Die Einhaltung des Budgets ist gesichert. Die Kosteneinhaltung ist Vertragsziel bei Projektsteuerung und Planung und mit Sanktionen belegt", heißt es in dem Papier aus dem Rathaus. Der Mitzlaff-Bau lasse sich nur mit großem Aufwand und doch geringem Erfolg sanieren, Feuchtigkeitsschäden im Bereich des Bunkers seien "irreparabel". Auch der Denkmalschutz stehe dem Abbruch nicht entgegen, da der Mitzlaff-Bau nicht als Kulturdenkmal eingestuft sei und der gesamte Platz keinen Umgebungsschutz genieße.

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 21.05.2014

Homepage Helen Heberer | Politik muss menschlich sein.

Termine Gengenbach

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen

25.03.2026 17:50 Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts
Ich begrüße die Impulse von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ausdrücklich. Deutschland steht an einem Wendepunkt. Wir brauchen ein neues Wirtschaftsmodell: eines, das konsequent auf Innovation setzt, technologische Führerschaft ermöglicht und zugleich dafür sorgt, dass Wohlstand in der Breite der Gesellschaft ankommt. „Innovation und Gerechtigkeit sind die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und breiten Wohlstand in Deutschland. Deshalb… Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts weiterlesen

11.02.2026 21:41 Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz
Barrierefreiheit nützt uns allen Die Bundesregierung treibt die Barrierefreiheit voran: Das Kabinett hat am Mittwoch eine Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes auf den Weg gebracht. SPD-Fraktionsvizin Dagmar Schmidt spricht von einem wichtigen Schritt. „Der Gesetzentwurf zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes bedeutet einen wichtigen Schritt hin zu einer inklusiveren Gesellschaft. Er stärkt die Rechte von Menschen mit Behinderungen und… Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz weiterlesen

11.02.2026 21:39 Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus
Rekord im Tourismus – Strategie, gute Arbeit und verlässliche Politik zahlen sich aus Stefan Zierke, tourismuspolitischer Sprecher: Der Deutschlandtourismus erreicht mit 497,5 Millionen Gästeübernachtungen einen neuen Rekord. Klare Strategie, engagierte Beschäftigte und verlässliche Politik sorgen für Wachstum, stärken die Betriebe und sichern gute Arbeit – für einen wirtschaftlich starken, sozial gerechten und nachhaltigen Tourismus in allen… Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de