Eine echte Gleichstellung von Homosexuellen, Bisexuellen, Transgendern, transsexuellen und intersexuellen Menschen braucht eine gesellschaftliche Kultur der Toleranz Anlässlich des Tags gegen Homophobie am 17. Mai haben der SPD-Abgeordnete Florian Wahl und ich zu einer besseren gesellschaftlichen Akzeptanz unterschiedlicher sexueller Identitäten aufgerufen. Eine wirkliche Gleichstellung von Homosexuellen, Bisexuellen, Transgendern, transsexuellen und intersexuellen Menschen muss die volle rechtliche Gleichberechtigung beinhalten, braucht aber auch eine gesellschaftliche Kultur der Akzeptanz und Toleranz. Für diese Ziele arbeite die grün-rote Landesregierung. Zur vollen Gleichstellung gehört beispielsweise auch, Homosexuelle in Zeiten von Blutknappheit nicht länger kategorisch von der Blutspende auszuschließen. In den Krankenhäusern wird jede Blutspende dringend gebraucht. Sie rettet oft Leben. Ein Ausschluss Homosexueller ist da schwer zu rechtfertigen. Dennoch muss bei jeder Spende sorgfältig geprüft werden, ob der Spender seine Sexualpartner häufiger wechsle oder in einer festen, monogamen Beziehung lebe. In diesem Fall seien Homosexuelle mit Berücksichtigung der obligatorischen Tests der Blutproben genauso für die Blutspende geeignet. Die grün-roten Landesregierung engagiert sich ebenfalls in anderen Feldern. So hat das Sozialministerium mit der Erstellung eines Aktionsplanes für Toleranz und Gleichberechtigung begonnen, der als umfassendes Handlungskonzept Wege und Methoden entwickeln soll, um aktiv gegen Homophobie und Intoleranz in der Gesellschaft vorzugehen. In den Entstehungsprozess seien zahlreiche Verbände und Selbsthilfegruppen mit eingebunden. Der Aktionsplan soll Anfang 2015 verabschiedet werden. Homophobie ist nach wie vor in allen Teilen der Gesellschaft gegenwärtig, häufig subtil, oft aber auch in Form offener Ablehnung. Deshalb müsse der Einsatz gegen Homophobie bereits bei Kindern und Jugendlichen, insbesondere in der Schule, ansetzen. Wir haben uns dafür eingesetzt, dass das Themas Diversity in den Bildungsplan aufgenommen wird. Wir haben uns diesbezüglich bereits an das zuständige Ministerium für Kultus, Jugend und Sport sowie an das Sozialministerium gewandt. Ich freue mich sehr, dass es Stefan Rebmann und mir gelungen ist, den Ehrenhofe im Rahmen des CSD zu annehmbaren Konditionen nutzen zu können.


