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SPD will Weiterbildungsfonds Digitalisierung auflegen

Veröffentlicht am 19.01.2017 in Pressemitteilungen

Fraktionschef Stoch: „Kleine und mittlere Unternehmen und deren Mitarbeiter brauchen finanzielle Unterstützung, um sich fit für die digitale Welt zu machen. Ein Schlüssel dafür ist Weiterbildung“

Wirtschaftsexperte Dr. Weirauch: Gut für Firmen und Beschäftigte Die SPD-Landtagsfraktion will im Finanzausschuss zehn Millionen Euro für die Einrichtung eines Weiterbildungsfonds Digitalisierung beantragen. „Kleine und mittlere Unternehmen und deren Mitarbeiter brauchen finanzielle Unterstützung, um sich fit für die digitale Welt zu machen. Ein Schlüssel dafür ist Weiterbildung“, sagte Fraktionschef Andreas Stoch. Er kritisierte zugleich, dass die Landesregierung bislang weitgehend ignoriere, in welch dramatischem Ausmaß sich die Arbeitswelt verändere und die Anforderungen an die Beschäftigten wie auch an die Unternehmen wüchsen.

Der SPD-Wirtschaftsexperte Boris Weirauch sieht gerade für kleine und mittlere Unternehmen einen drohenden Wettbewerbsnachteil, wenn sie den erhöhten Weiterbildungsbedarf alleine stemmen müssten. „Die Unternehmen in Baden-Württemberg sind gut aufgestellt. Die Digitalisierung und die damit einhergehende Veränderung der Arbeitswelt sorgen jedoch so rasch für neue Anforderungen, auf die nicht jedes kleine oder mittlere Unternehmen ohne weiteres reagieren kann.“

Der von der SPD beantragte Weiterbildungsfonds setze hier an und biete die Möglichkeit, dass Beschäftigte sich in Abstimmung mit ihrem Arbeitgeber und mit Unterstützung des Landes weiterbilden, um die digitale Herausforderung besser zu bewältigen. „Davon profitieren die Unternehmen und die Beschäftigten“, zeigte sich Weirauch überzeugt. Ziel sei die Stärkung der Beschäftigungsfähigkeit.

Stoch und Weirauch forderten Grün-Schwarz auf, dem SPD-Antrag zu folgen und so im Finanzausschuss für eine Mehrheit zu sorgen. „Mitunter tut die grün-schwarze Landesregierung ja so, als habe sie die Digitalisierung als Thema erfunden. Doch es genügt nicht, nur in Sonntagsreden über neue Entwicklungen in der Wirtschaft und in der Arbeitswelt zu reden. Man muss dann auch mal Nägel mit Köpfen machen“, mahnte Stoch.

Der von der SPD-Fraktion beantragte Weiterbildungsfonds sei ein guter Weg, um die Herausforderungen der Digitalisierung im Schulterschluss mit Unternehmen, Betriebsräten, Gewerkschaften und Beschäftigten zu meistern. „Bislang hat die Landesregierung nicht im Blick, wie sehr sich die Arbeitswelt verändert. Mit einer Unterstützung des SPD-Vorstoßes könnte sie aber deutlich machen, dass sie willens ist, dieses wichtige Thema mit etwas Geld konkret voranzubringen, selbst wenn die gute Idee aus einer Oppositionsfraktion kommt“, betonte Weirauch.

Homepage Dr. Stefan Fulst-Blei: Für Mannheim im Landtag von Baden-Württemberg

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