Zufallsfoto

SPD will mehr Zeit für Familien

Veröffentlicht am 23.11.2015 in Veranstaltungen

Eppelheim. Lothar Binding hatte seine Kollegin Dr. Dorothe Schlegel aus dem Neckar-Odenwald zu einem Fachgespräch in den Saal des Sole D`oro eingeladen. „Sie ist eine ausgesprochene „Fachfrau“ im Bereich Familienförderung“, so Binding bei der Begrüßung. Schlegel zeigte auf: Die CDU hätte in der letzten Legislaturperiode an den Bedürfnissen junger Frauen und junger Familien vorbeiregiert. Das Betreuungsgeld wäre absolut kontraproduktiv gewesen, so Schlegel.

„Das Unterstützungsnetz für Familien ist immer noch nicht gut genug und vor allem bedarfsorientiert ausgebaut“ bemängelt sie. Es wären immer noch die Frauen, die die Doppelbelastung von Berufstätigkeit und Organisation des Familienlebens schultern müssten. „Mehr als die Hälfte der Frauen glaubt, dass sie mit Kindern keine wirkliche Karriere machen können“. Somit wünschten sich zwar die allermeisten Frauen Kinder, aber noch nicht einmal die Hälfte wäre inzwischen Mutter geworden. „Der andere Teil schiebt den Kinderwunsch auf und verabschiedet sich vom Wunsch nach einer Familie mit mehr als einem Kind“ so die Familienpolitikerin.
Die Gesellschaft bräuchte eine familienfreundliche Arbeitswelt, gute Ganztagsangebote in Kitas und Schulen. Deshalb sei „mehr Zeit für Familien“ eines der zentralen politischen Anliegen der SPD. Dafür hätte die SPD in den Koalitionsverhandlungen zahlreiche wichtige Schritte durchgesetzt, die von Familienministerin Manuela Schwesig in konkrete Politik umgesetzt worden sei. So zum Beispiel sei der Rechtsanspruch auf Teilzeitarbeit um ein Rückkehrrecht zur früheren Arbeitszeit ergänzt worden, damit Teilzeitarbeit für Frauen nicht zur Sackgasse und auch für Männer attraktiver würde.
Da Union und FDP das rot-grüne Ganztagsschulprogramm von 2005 hätte auslaufen lassen, gäbe es erst für etwa ein Drittel der Kinder in Deutschland schulische Ganztagsbetreuung. Der Familienmonitor zeige aber, dass Eltern sich die Rahmenbedingungen dafür wünschen, Familie und Beruf besser zu vereinbaren. „Denn der Übergang der Kinder von der Ganztags-Kita in die Halbtags-Schule wird für viele Eltern schwierig“ ergänzte Daniel Born. Deshalb hätte die Landesregierung mit einem flächendeckenden Angebot an Ganztagsschulen mehr Raum und Zeit für eine individuelle Förderung der Kinder geschaffen und ihre Bildungschancen verbessert, fügte er an. Dies sei in Baden-Württemberg durch das Gemeinschafts- und Ganztagsgrundschulgesetz aufgefangen worden. „Aber in diesem reichen Bundesland ist das finanziell zu stemmen“ so der SPD-Kandidat. 
Dr. Schlegel fügte an, dass durch die Abschaffung des „unsinnige Betreuungsgeldes“ die vier Milliarden Euro in den flächendeckenden Kita-Ausbau und den Betrieb und die Qualität von Kitas und Ganztagsschulen investiert werden sollten. „Die SPD wird weiterhin für mehr Chancengleichheit in der Bildung sorgen. Gute Ganztagsschulen sind ein wesentlicher Baustein dafür“: Sie plädiert für ein gesamtgesellschaftliches Projekt. Der Bund dürfe sich hier auch nicht aus der Verantwortung stehlen. Insbesondere bei der aktuellen Herausforderung durch die Zuwanderung von Flüchtlingen müsse die Koalition reagieren und das Kooperationsverbot immer mehr in Frage stellen. „Damit könnten wir den Kommunen Hilfestellung im Infrastrukturbereich und Schulausbau geben“ so Schlegel zum Abschluss der Diskussion und hofft dabei auf die Zustimmung der Union.

Homepage Daniel Born

Termine Gengenbach

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de