In einem Gespräch mit den Initiatoren der Anwohnerinitiative gegen eine Tennishalle auf dem TCO-Gelände in der Wilhelmstraße hat die SPD-Gemeinderatsfraktion erneut versichert: "Für eine Tennishalle an diesem Standort gibt es von uns keine Zustimmung", so SPD-Stadtrat Gerhard Schröder. Für den Sprecher der SPD im Sportausschuss ist klar: "Ohne uns, das ist der falsche Standort."
Die SPD-Gemeinderatsfraktion erneuerte in dem Gespräch mit dem Sprecher der Anwohnerinitiative, Holger Schneider, ihre ablehnende Haltung. Im Sportauschuss hätten sich, so Gerhard Schröder, neben der SPD auch die CDU und die Grünen eindeutig gegen ein derart massives Bauwerk in einem sensiblen Grünzug ausgesprochen. Deshalb müsse daran auch von Seiten der Verwaltung nicht weiter überlegt, recherchiert oder gar intensiv weiter gearbeitet werden. Beeindruckt zeigten sich die SPD-Stadträte in dem Gespräch mit den Gegnern von dem Zwischenergebnis der Unterschriftensammlung. 550 Bewohner aus dem Umfeld der Tennisanlage in der Wilhelmstraße, Eiserne Hand, Schwarzwaldstraße, Philosophenweg u.a. hätten sich bereits per Unterschrift gegen das Bauvorhaben des TCO schriftlich ausgesprochen. "Wir sammeln weiterhin Unterschriften und werden dieses Vorhaben weiter bekämpfen", so der Sprecher der Initiative, Holger Schneider.
Die SPD-Gemeinderatsfraktion und die Vertreter der Anwohner waren sich bei diesem erneuten Vor-Ort-Termin einig: Direkt am idyllischen Grüngürtel, am Ende jeder Bebauung dürfe ein derart massiver Bau von 40x40m mit mindestens 10m Höhe auf keinen Fall entstehen. Die Anwohner befürchten zudem weitere massive Verkehrsbelastungen, "dann Sommer wie Winter". "Für die SPD-Gemeinderatsfraktion ist das Thema Tennishalle an diesem Standort schon länger erledigt" so SPD-Stadtrat Gerhard Schröder. Daran ändere auch der nunmehr vierte Versuch des TCO nichts. Mit jedem neuen Anlauf, davon ist der SPD-Sprecher im Sportausschuss überzeugt, werden die Argumente nicht besser. Das Unverständnis und der Widerstand der Anwohner aber immer massiver, wie Schröder betonte. Es wäre schön, wenn die Verantwortlichen im Verein dies ernsthaft zur Kenntnis nehmen würden.