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SPD-Landtagsabgeordneter Stoch besucht die Kreisbau

Veröffentlicht am 23.04.2010 in Pressemitteilungen

Am Dienstag sprach der SPD-Landtagsabgeordnete Andreas Stoch mit dem Geschäftsführer der Kreisbaugesellschaft Heidenheim GmbH Wilfried Haut anlässlich der Kürzungen der Wohnraumförderung durch die Landesregierung.

Trotz der großen Nachfrage nach Wohnraumförderung in den vergangenen Jahren stellt das Land in diesem Jahr wesentlich weniger Mittel dafür zur Verfügung. Von rund 120 Millionen Euro im Jahr 2009 wurde die Fördersumme auf 48,45 Millionen Euro für das laufende Jahr gekürzt. Aus diesem Anlass besuchte der SPD-Landtagsabgeordnete Andreas Stoch die Kreisbaugesellschaft Heidenheim GmbH in Giengen und sprach mit Geschäftsführer Wilfried Haut, um zu erfahren, inwieweit der kommunale Wohnungsbau im Landkreis Heidenheim von den politischen Entscheidungen betroffen ist.

Stoch verwies auf eine aktuelle Studie des Dresdner Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung, der zufolge der Bedarf an Wohnraum in Baden-Württemberg bei jährlich rund 40.000 neu zu bauenden Wohnungen liege. Für dieses Jahr werden nach den aktuell vorliegenden Baugenehmigungszahlen aber lediglich ungefähr 20.000 Wohneinheiten fertig gestellt werden können. Die Bedarfszahlen seien also doppelt so hoch wie die tatsächlich zur Verfügung stehenden neuen Wohneinheiten. Wegen des drohenden Wohnungsmangels seien stark ansteigende Mieten zu befürchten. Der politische Entschluss der CDU/FDP-Koalition zur Kürzung der Wohnraumförderung sei deswegen nur schwer verständlich, unterstrich Stoch. Ein von der SPD-Fraktion bereits Anfang dieses Jahres in den Landtag eingebrachter Antrag auf Erhöhung der Fördersumme wurde vom Finanzausschuss abgelehnt.

Geschäftsführer Wilfried Haut erläuterte anhand der Zahlen für den Landkreis Heidenheim, dass hier in der Region veränderte Marktgegebenheiten stärker berücksichtigt werden müssen. Es sei heute bereits absehbar, dass aufgrund der demografischen Entwicklung die Zahl der Ein- und Zweipersonenhaushalte deutlich ansteigen werde. Zwar reiche das Wohnungsangebot in der Summe derzeit aus, allerdings seien Wohnungen mit einfachem Standard kaum noch vermietbar. Die Nachfrage richte sich hauptsächlich auf Wohnungen mit hohem Standard und in gutem energetischen Ausbauzustand.

In diesem Zusammenhang wies Haut darauf hin, dass die Kreisbau im Jahr 2009 65 Prozent ihrer Einnahmen wieder in den Wohnungsbestand investiert habe. Die Investitionen für Modernisierung und Instandhaltung der Wohnungen betrügen bei der Kreisbau ein Mehrfaches zu Wohnungsgesellschaften, die Eigentum von Finanzinvestoren, so genannten „Heuschrecken“, sind.

Beide Gesprächspartner waren sich abschließend einig, dass es für den Landkreis von großer Bedeutung sei, dass die Kreisbaugesellschaft als Vermieter auch weiterhin hochwertigen und bezahlbaren Wohnraum für die Bürger zur Verfügung stelle. Die Zusammenarbeit der Städte und Gemeinden mit kommunalen Wohnungsgesellschaften biete darüber hinaus aber auch eine Chance für die städtebauliche Entwicklung im Landkreis, bei der nicht ausschließlich das Gewinnstreben von Finanzinvestoren im Vordergrund stehe.

Homepage Andreas Stoch

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