Zufallsfoto

SPD: Landesregierung und CDU müssen neue Initiativen zum Finanzmarkt im Bundesrat tatsächlich durchsetzen – neue Anträge

Veröffentlicht am 17.05.2010 in Landespolitik

Der Landtagsabgeordnete Andreas Stoch pflichtet Finanzexperten Schmid bei: „Ministerpräsident Mappus und die CDU müssen bei der Abstimmung über den Euro-Rettungsschirm zeigen, dass sie ihre Ankündigungen auch ernst meinen – oder sie erweisen sich einmal mehr als Papiertiger“

Die SPD-Fraktion will die Landesregierung und die CDU-Fraktion in zwei Anträgen an den Landtag dazu zwingen, ihre groß angekündigten Initiativen zur Regulierung des Finanzmarkts auch tatsächlich zu verfolgen. Angesichts der bislang abwehrenden Haltung der CDU in dieser Frage hält sie dies für zweifelhaft. „Ministerpräsident Mappus und CDU-Fraktionschef Hauk müssen bei der Abstimmung über den Euro-Rettungsschirm zeigen, dass sie ihre Ankündigungen auch ernst meinen – oder sie erweisen sich einmal mehr als Papiertiger“, erklärt Nils Schmid, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion und designierter Spitzenkandidat der SPD.

Die SPD beantragt zum einen, dass die Landesregierung dem Euro-Rettungsschirm im Bundesrat nur dann zustimmt, wenn der Bund gleichzeitig die Finanzgeschäfte reguliert. Zum anderen soll angesichts der Ankündigung von Ministerpräsident Mappus, die Vorstandsgehälter der Banken zu begrenzen, der Landtag die Landesregierung zu einer aktiven Umsetzung des schon bestehenden Beschlusses auffordern.

Der erste Antrag fordert konkret, dass vor einer Zustimmung zum Euro-Rettungsschirm gleichzeitig vier Schritte zur Regulierung des Finanzmarktes beschlossen werden. Erstens müsse eine verbindliche Liste an Maßnahmen vorgelegt werden, um insbesondere den Markt für Finanzderivate und die Ratingagenturen zu regulieren. Zweitens fordert die SPD ein Verbot spekulativer Finanzgeschäfte, insbesondere von Kreditausfallversicherungen (CDS). Drittens besteht die SPD auf der Einführung einer internationalen Finanztransaktionssteuer. Viertens sollen die Gläubiger an finanziellen Rettungsmaßnahmen beteiligt werden. Mit diesen Punkten könnten Mappus und Hauk ihre eigenen Forderungen mit einem wirksamen Druckmittel umsetzen. Wenn Landesregierung und CDU sich der SPD-Forderung verweigerten, machten sie deutlich, dass sie ihre eigenen Forderungen nicht ernst meinen. Schließlich sei der Rettungsschirm nur dann zu rechtfertigen, wenn die spekulativen Finanzgeschäfte gleichzeitig eingedämmt würden. Zudem müsse der Finanzsektor einbezogen werden, um die Kosten der Krise zu bewältigen.

Beim zweiten Antrag, die Gehälter der Bank-Manager zu deckeln, verweist die SPD-Fraktion auf den einstimmigen Beschluss des Landtags vom 19. März 2009. Die Landesregierung habe bereits wenige Tage danach zumindest bei der LBBW gegen diesen Beschluss verstoßen. „Der Versuch von Mappus, hier wählerwirksam zu punkten, ist wenig glaubwürdig“, sagt Schmid deshalb. Die Landesregierung wird aufgefordert, auf eine Umsetzung des damaligen Beschlusses „aktiv hinzuwirken“. Mappus sei nur dann glaubwürdig, wenn er den Beschluss tatsächlich auch in seinem eigenen Bereich umsetze.

Homepage Andreas Stoch

Termine Gengenbach

hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.

Der Rote Ortenauer

(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)

Rotes aus der Ortenau

findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de

Banner

Jetzt Mitglied werden Online spenden

WebSozis

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de