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SPD fordert nach Finanzdebakel beim Opern-Interim am Rosensteinpark zukünftige nachhaltige Lösung

Veröffentlicht am 13.05.2018 in Landespolitik

Martin Rivoir: „Wurde das Amt für Bau und Vermögen von Finanzministerin Sitzmann und Kunstministerin Bauer angewiesen, dem Interim in der Ehmannstraße den Vorzug zu geben?“

Zunächst sprachlos war SPD-Fraktionsvize Martin Rivoir nach der Verkündung des Aus für die geplante Interimsspielstätte der Stuttgarter Oper im ehemaligen Paketpostamt in der Ehmannstraße. Er wirft dem Finanzministerium und seinem Landesamt Vermögen und Bau komplettes Planungsversagen vor, letzteres hatte die Kosten für das Interim zunächst auf rund 55 Millionen Euro geschätzt. „Da hätten wir uns viele Diskussionen und Auseinandersetzungen sparen können, wenn wir gleich die richtigen und realistischen Zahlen gehabt hätten“, so Rivoir. Eigentlich sollte es in der nächsten Verwaltungsratssitzung des Staatstheaters Stuttgart am 18. Mai die endgültige Entscheidung für den Standort am Rosensteinpark geben. „Jetzt stehen die Verantwortlichen schlicht vor einem Scherbenhaufen und es heißt zurück auf Los“, so der kulturpolitische Sprecher Rivoir. Für ihn ist klar, dass alle Lösungen, die schon einmal als Interim diskutiert wurden, wieder auf den Tisch müssen. „Aus meiner Sicht darf jetzt aber nur noch in Richtung einer nachhaltigen Lösung verhandelt werden. Das kann eine Nachnutzung als Konzerthaus, das können aber auch weitergehende Lösungen sein, die eine Andersnutzung des jetzigen Opernhauses durchaus mit einschließen können.“ Dazu gehöre auch, den Verein Aufbruch Stuttgart aktiv als bürgerschaftliche Initiative in das weitere Vorgehen mit einzubinden und deren Vorschläge nicht pauschal schroff abzuweisen. Wenig Verständnis hat Rivoir für das Finanzministerium und dessen Amt für Vermögen und Bau. „Innerhalb von Wochen explodieren jetzt die Kosten, von bis zu 139 Millionen Euro ist die Rede. Diese Summe kann doch nicht einfach so vom Himmel fallen? Da muss es doch schon früher Zweifel bei den Fachleuten gegeben haben? Wurde das Amt für Bau und Vermögen von Finanzministerin Edith Sitzmann (Grüne) und Kunstministerin Theresia Bauer (Grüne) angewiesen, sich ruhig zu verhalten, um so dem Interim in der Ehmannstraße den Vorzug zu geben?“, will Rivoir nun genau wissen.

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