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SPD fordert Kassenärztliche Vereinigung auf, bei Honoraren Verteilungsprobleme unter Ärzten zu lösen

Veröffentlicht am 13.08.2009 in Pressemitteilungen

Pressemitteilung vom 13. August 2009

MdL Gunter Kaufmann: „Die aktuellen Zahlen zeigen, dass sich die Gesamteinkommen aller Ärzte im Land in den vergangenen zwei Jahren ordentlich entwickelt haben.“

Angesichts aktueller Zahlen über die Entwicklung der Ärztehonorare fordert der für den Wahlkreis Rastatt/Murgtal zuständige SPD-Landtagsabgeordnete Gunter Kaufmann die Ärzte auf, überzogene Aktionen auf dem Rücken von Patientinnen und Patienten zu beenden. „Es zeigt sich ganz klar, dass die Arzthonorare in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen sind – im Gegensatz zu den Einkommen vieler Arbeitnehmer.“

Nach den aktuellen Zahlen verdienen die Ärzte in Baden-Württemberg heute rund 234 Millionen Euro mehr als im Jahr 2007. Nachdem es 2008 einen hohen Anstieg gegeben habe, kann es unter Umständen im laufenden Jahr minimale Verluste geben. Selbst diese Verluste seien aber gering, da die Ärzte im Durchschnitt gerade 0,7 Prozent verlieren würden. „Angesichts dieser Zahlen sind flächendeckende Proteste der Ärzte auf dem Rücken ihrer Patienten völlig überzogen“, sagte der SPD-Parlamentarier.

Es sei zwar richtig, dass die Entwicklung unter den Ärzten ungleich verlaufe. Selbst die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KV) habe eingeräumt, dass es bei der Honorarreform sowohl Gewinner als auch Verlierer im Land gegeben habe. „Diese Verteilungsprobleme müssen die Ärzte aber selbst lösen“, so Gunter Kaufmann.

In Gesprächen mit niedergelassenen Ärzten in seinem Wahlkreis, so der Abgeordnete, sei die KV nun gefordert, eine zu Jahresbeginn mit den Kassen vereinbarte Regelung umzusetzen, nach der allen Ärzten mindestens 95 Prozent ihres Vorjahreshonorars garantiert wird. Statt ständig mehr Geld zu fordern, solle die KV diese Regelung, die allen Ärzten im Land Planungssicherheit gibt, nun endlich umsetzen. „Offenkundig scheut sich die KV Klartext zu reden.“ Die Vereinigung müsse von den Gewinnern der Honorarreform fordern, zur Umsetzung dieser Regelung einen Teil ihrer Honorarzuwächse abzugeben.

Homepage Gunter Kaufmann

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