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SPD fordert für Lehrer Referendariat in Teilzeit

Veröffentlicht am 30.11.2016 in Pressemitteilungen

MdL Gerhard Kleinböck: „Wir wollen den Vorbereitungsdienst so ausgestalten, dass junge Menschen ihren Beruf mit Familie und Pflege von Angehörigen vereinbaren können“

Die SPD hat im Landtag gefordert, auch in Baden-Württemberg für angehende Lehrerinnen und Lehrer das Referendariat in Teilzeit zu ermöglichen. Laut einem Parlamentsantrag der SPD-Fraktion soll eine ressortübergreifende Arbeitsgruppe eingerichtet werden, die dazu dem Parlament einen Gesetzentwurf vorlegt. „Wir wollen den Vorbereitungsdienst so ausgestalten, dass junge Menschen ihren Beruf mit Familie und Pflege von Angehörigen vereinbaren können“, sagte der SPD-Bildungsexperte Gerhard Kleinböck.

Er verwies darauf, dass Baden-Württemberg anderen Bundesländern hinterher hinke. In sechs von 16 Bundesländern seien Regelungen geplant oder bereits umgesetzt, die Teilzeitarbeit auch in der Ausbildung möglich machten. „Die Kultusministerin muss jetzt in die Puschen kommen. Sie braucht das Rad nicht neu erfinden, sondern kann sich inhaltlich an geeigneten Modellen in anderen Bundesländern orientieren“, verlangte Kleinböck.

Junge Menschen, die selbst gehandicapt oder in irgendeiner Form in familiäre Pflichten eingebunden seien – egal ob als Eltern oder als Unterstützer von pflegebedürftigen Angehörigen – hätten heute größte Probleme, den Vorbereitungsdienst so zu absolvieren, dass ein gutes Ergebnis auch eine Anstellung als Lehrkraft ermöglicht. Das Teilzeitreferendariat könnte hier Abhilfe schaffen, auch wenn nur eine überschaubare Zahl an Interessenten es in Anspruch nehmen werde. „Studieren mit Kind ist schon schwierig, aber Vorbereitungsdienst mit Kind ist fast gar nicht unter einen Hut zu bekommen“, so Kleinböck, der als Schulleiter einer Ausbildungsschule weiß, wovon er spricht.

Homepage Dr. Stefan Fulst-Blei: Für Mannheim im Landtag von Baden-Württemberg

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