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SPD-Diskussion über Bildungskonzepte und individuelle Förderung

Veröffentlicht am 07.12.2010 in Presseecho

Die SPD- Landtagsfraktion diskutiert über Bildungskonzepte und individuelle Förderung - Absage an radikale Reformen

la. Ein Fantasieraum zum Geschichten erfinden, Schmiedearbeit am Amboss oder Brotbacken nach historischem Rezept als Geschichtsunterricht – Impressionen aus dem vom Bundesbildungsministerium geförderten Film „Treibhäuser der Zukunft – Wie in Deutschland Schulen gelingen“ von Reinhard Kahl. Diesen nahm die SPD- Landtagsfraktion zum Anlass einer Podiumsdiskussion unter dem Motto „Wie geht gute Schule“ am vergangenen Freitag in der Freien Waldorfschule Karlsruhe.

Der Filmbeitrag des Journalisten Reinhard Kahl zeigt deutsche Schulen, in denen sich Lust und Leistung nicht beißen, sondern gegenseitig steigern. Er präsentiert das Bild einer möglichen Zukunft, die in manchen Schulen längst begonnen habe: Hier stehen Individualisierung und Förderung von Kooperation im Vordergrund; Lernen ist eine Aktivität der Schüler und kein erzwungenes Gut. Den Blick auf Schulen, denen es gelingt, nicht nur Lern- , sondern auch Lebensort zu sein, hatte Kahl zuvor in Dokumentationen über Bildung in Finnland, Schweden und Kanada festgehalten.

Die Aussage „Mischung stimuliert und Homogenität ermüdet“ lag auch der anschließenden Diskussion zugrunde. Zu den Teilnehmern zählten neben dem bildungspolitischen Sprecher der SPD- Landtagsfraktion Frank Mentrup, den Landtagsabgeordneten Wolfgang Wehowsky und Johannes Stober auch Landtagskandidatin Regina Schmidt- Kühner sowie Reformpädagoge Otto Herz. Dieser bemängelte sowohl das Schulsystem der Gegenwart als auch die falsche Schulkultur, die durch eine ebenso falsche Schulstruktur entstehe: „Bei einer solchen Kultur liegt das Augenmerk auf den Defiziten. In einer Schule der Inklusion dagegen findet sich Geborgenheit und die Erkenntnis, dass jeder Schüler Stärken besitzt.“

Den Gedanken der Gemeinschaftsschule mit individueller Förderung und Leistungsbewertung unterstrich Frank Mentrup. Das dreigliedrige Schulwesen verhindere nicht nur Individualisierung, sondern erfülle zudem den gesellschaftspolitischen Anspruch nicht. Schüler, die später eine Gemeinschaft bilden sollen, werden zu früh nach der vierten Klasse aufgeteilt. Besser sei stattdessen ein qualifiziertes Gespräch zwischen Eltern und Schule über die Zukunft des jeweiligen Kindes sowie die Abschaffung der Verpflichtung der Grundschulempfehlung. Als weiteren Punkt führte Mentrup die Standortverteilung der Schulen an: „Jedes Kind muss in Wohnortnähe Zugang zu allen Schulabschlüssen besitzen. Wenn kleine Standorte geschlossen werden, kann auf dem Land die letzte weiterführende Schule wegbrechen.“

Eine Lösung, so Mentrup, wäre die Möglichkeit eines Haupt- und Realschulabschlusses an allen weiterführenden Schulen. „Wir müssen Stellschrauben im System verändern. Radikale Reformen können zu Volksaufständen, Überforderung und einer möglichen Landschaft von Privatschulen führen, die erneut das dreigliedrige Schulsystem schaffen.“
Gäste und Podiumsteilnehmer waren sich einig: Eine Bildungsoffensive für zukunftsweisende Schulpolitik in den kommenden Jahren muss her. „Wir brauchen Prototypen“, forderte Herz. „Damit Neues auf Erfahrung aufbauend verbreitet werden kann.“

Quelle: Badische Neueste Nachrichten vom 06.12.2010

Homepage Dr. Frank Mentrup MdL

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