Bildungsexperte Mentrup: „Schulen dürfen nur dann eine Genehmigung erhalten, wenn an der Verfassungstreue ihrer Betreiber kein Zweifel besteht – dies ist bei den Pius-Schulen nicht gegeben“
Bildungsexperte Mentrup: „Schulen dürfen nur dann eine Genehmigung erhalten, wenn an der Verfassungstreue ihrer Betreiber kein Zweifel besteht – dies ist bei den Pius-Schulen nicht gegeben“
Die SPD-Landtagsfraktion bekräftigt ihre Forderung, die Grundschulen in Riedlingen und Haslach (Landkreis Biberach) der Pius-Bruderschaft scharf zu überprüfen und letztlich die Anerkennung zurückzunehmen. Die Antwort des Kultusministers auf eine Anfrage der Fraktion (Drucksache 14/4094) konnte die Bedenken gegen die Pius-Bruderschaft nicht zerstreuen, erklärte der bildungspolitische Sprecher Frank Mentrup. „Wir sind nach wie vor dagegen, dass die Bruderschaft für zwei Schulen verantwortlich sein soll.“
Zwar sei das pädagogische Konzept der Schulen auf den ersten Blick nicht zu beanstanden, sagte Mentrup. Der Fokus müsse sich aber auf die „geistigen Wurzeln“ der Pius-Brüder richten. „Ich fordere die Landesregierung auf, genauestens zu prüfen, welche Werte der Schulträger und die dahinter stehende Pius-Bruderschaft vertritt“, sagte der Bildungssprecher. Er habe erhebliche Zweifel an ihrer Verfassungstreue und ihrer Akzeptanz der staatlichen Grundordnung. Die Eltern müssten sicher sein können, dass in diesen Schulen verfassungs- und demokratiegemäße Inhalte gelehrt würden, unterstrich Mentrup erneut. „Schulen dürfen nur dann eine Genehmigung erhalten, wenn an der Verfassungstreue ihrer Betreiber kein Zweifel besteht – dies ist bei den Pius-Schulen nicht gegeben.“
Diese Zweifel würden gestärkt durch öffentliche Äußerungen. So wendet sich der Distriktobere der deutschen Pius-Brüder, Franz Schmidberger, in einem Beitrag für die Zeitschrift Civitas. Zeitschrift für das christliche Gemeinwesen gegen die grundgesetzlich garantierte Religionsfreiheit: „Da es nur eine wahre, von Gott gestiftete Religion gibt, verbietet sie falsche Religionen und Kulte oder duldet diese allenfalls nach den Grundsätzen der Klugheit, ohne ihnen jemals ein Naturrecht auf Existenz zuzugestehen.“ (Civitas 2007, S. 43-47). Im selben Beitrag spreche er sich für die Einführung der Todesstrafe aus: „Die Todesstrafe für Schwerverbrecher (Mord, Drogenhandel) trägt diesen rächenden Charakter in sich und führt viele Schuldige nach dem Zeugnis von Gefängnisseel-sorgern zur Bekehrung. Sie ist darüber hinaus eine wichtiges Mittel der Abschreckung.“
Der Abgeordnete Christoph Bayer verwies zudem darauf, dass eine der beiden Grundschulen der Pius-Brüder nach dem Privatschulgesetz ab Ende des Jahres Anspruch auf öffentliche Förderung habe. Bayer ist in der SPD-Fraktion für Kirchenfragen zuständig. Die Schule müsse in jeder Hinsicht und nicht nur nach Aktenlage schärfstens überprüft werden. „Es ist undenkbar, dass das Land eine Schule unterstützt, deren Betreiber möglicherweise nicht hinter der Verfassung stehen“, erklärte Bayer. Diese Zweifel müssten vorher unbedingt ausgeräumt werden.
Zudem gehe es um die Schülerinnen und Schüler. Wer wisse schon, wie stark sie an den Einrichtungen von dem Gedankengut der Pius-Brüder indoktriniert würden. „Das Land darf die Schule erst dann unterstützen, wenn alle Fragen vollständig ausgeräumt sind“, forderte Bayer.
Homepage Dr. Frank Mentrup MdL
hier finden sich die nächsten Termine in des Ortsvereins Gengenbach. Eine Übersicht aller Termine der umliegenden Ortsvereine findet sich unter Termine.
(Zeitung des SPD-Kreisverbands Ortenau)
Rotes aus der Ortenau
findet sich unter https://www.roter-ortenauer.de
03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen
23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen
20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen
18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen
18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen
Ein Service von info.websozis.de